Schneeflocken im Hochsommer

28. August 2010

Mia hat letztens ihre Backunterlage von Tupper in der Schublade gefunden. und fragte natürlich: Mama, was ´s daaas? Ich habe ihr dann erklärt, dass man darauf Plätzchen backen kann. Darauf sie: Oooh jaaa, Chleppse batte! Ich habe versucht, sie wieder davon abzubringen und gesagt, dass es noch lange dauert, bis wir Plätzchen backen, dass das erst geht, wenn ihre Schwester geboren ist. Allerdings hat das nicht funktioniert, jeden Tag hat sie mich mehrmals gefragt, wann wir denn endlich Plätzchen backen.

Am letzten Wochenende war es dann soweit. Zu ihrem Glück hatte ich sowieso schon Hunger auf Schneeflocken und so habe ich den Teig fertig gemacht und während ich vernünftige Plätzchen geformt habe, durfte sie auf ihrer Unterlage mit dem Teig matschen. Das hat ihr viel Spaß gemacht und wenn dann wirklich Plätzchensaison ist, versteht sie hoffentlich auch besser, dass man nicht einfach plattgedrückte Teigfladen aufs Backblech legen kann.

In den letzten Tagen hat sie wieder viele neue Wörter gelernt und auch viel erlebt, da meine Eltern zu Besuch waren und wir so tolles Wetter hatten, dass wir quasi nur zum Mittagsschlaf zuhause waren. Ich war wirklich erstaunt, wie weit Mia mit ihren kleinen Beinchen ohne Murren laufen konnte.

Meist wollte sie gar nicht mehr nach Hause. Besonders am Montagmorgen nach dem Einkaufen. Wir hatten schon die Hälfte des Weges geschafft, da fing sie auf einmal an, zu mosern und etwas zu weinen. Ich wusste erst gar nicht, was sie hat, bis sie dann sagte, sie wolle mit dem roten Auto fahren. Und dann fiel es mir auch wieder ein: Sie hatte im Supermarkt so ein Auto entdeckt und ich hatte ihr versprochen, dass sie nach dem Einkaufen damit fahren darf. Das hatte ich aber total vergessen und sie hat mir so leid getan, weil sie so artig war und es wirklich verdient gehabt hätte. Als ich ihr versprochen habe, dass sie beim nächsten Mal zweimal fahren darf, war es aber in Ordnung und zwei Tage später war es auch schon soweit. In Berlin steht quasi an jeder Ecke so ein Ding und Mia war glücklich.

Am glücklichsten war sie aber, dass der Anton auch zu Besuch war und sie ihrem Nino was von Antons Futter abgeben konnte. Außerdem hatten Oma und Opa neben ganz viel Zeit ja wieder tolle Sachen mitgebracht und hier auch noch welche gekauft. Ich war echt erstaunt, dass das nicht schon zuviel für Mia war.

Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß.

Mia haut jetzt auch Schoten raus

11. Juli 2010

So langsam geht es wirklich (endlich) los: Mia spricht in ganzen Sätzen und was dabei raus kommt, ist wirklich erstaunlich.

Heute nachmittag waren es 30 ° C bei uns in der Wohnung, Mia hat das nicht beeindruckt, sie ist trotzdem wie ein Derwisch hier rumgetobt und war dementsprechend verschwitzt. Also habe ich ihr gesagt, dass wir ihre Haare jetzt mal zum Zopf hochbinden müssen, damit sie es kühler hat und die Haare nicht so verkleben und es weh tut beim Kämmen. Madame hat das natürlich nicht eingesehen und es ergab sich folgender Dialog:

Mia, komm, ich mache dir einen Zopf.

-Nein, Mama, lai mi soss! (Nein, Mama, ich will keinen Zopf)

-Doch, das ist angenehmer für dich, dann schwitzt du nicht so. Guck, ich hab auch einen Zopf.

Mia guckt von mir zu Jörg und kommt zu folgendem Schluss:

Papa au a soss nit! (Papa hat auch keinen Zopf)

Ich habe mich aber durchgesetzt und sie hatte dann einen Zopf, es hat ihr wohl auch gut gefallen.

Schade ist jetzt, dass man hier ihren Tonfall nicht rüberbringen kann, es war zu scharf, ich bin erstmal Lachen gegangen.

Dann beschäftigt sie im Moment der Besuch in NRW am letzten Wochenende ungemein. Sie kann sich viele Sachen ja jetzt schon über unheimlich lange Zeit merken und so weiß sie natürlich noch, dass bei meinen Eltern im Garten Hasen wohnten. Die sind leider im Winter gestorben und mein Papa hat sich im Frühling ein paar Hühner nebst Hahn gekauft.

Jetzt wollte meine tierverrückte Tochter (von wem hat sie das bloß??) selbstredend die Hasen sehen. Also ist sie mit dem Opa in den Garten gestiefelt und er hat ihr dann erklärt, dass die Hasen tot sind und deshalb jetzt die Hühner da wohnen. Das war auch ok für sie, die Hühner waren auch toll, Hauptsache Viehzeug!

Heute abend beim Abendessen hat sie mir folgende Geschichte erzählt:

Opa Hase Darten. Hase tot. Hooner Darten. Hooner Haas esse Haus. (Opa hatte Hasen im Garten, die Hasen sind tot. Jetzt sind Hühner im Garten. Die Hühner haben in ihrem Haus Gras gefressen)

Es hat allerdings etwas gedauert, bis ich das so auseinanderklamüsert hatte, sie erzählt ja einfach immer das, was ihr in den Sinn kommt, ohne ihre Zuhörer richtig abzuholen. Ich hatte zuerst verstanden, dass die Hühner die Hasen gegessen haben und mich gefragt, wie sie wohl auf sowas kommt.

Das mit dem Totsein ist wohl was ganz Faszinierendes für sie, eine Zeitlang war für sie alles irgendwann mal tot und sie hat daran zumindest verstanden, dass man sich dann nicht bewegt oder weg ist. Unter “für immer” kann sie sich ja dann doch noch nichts vorstellen.

Auf jeden Fall kam Jörg heute abend nach dem Zubettbringen ganz entnervt aus ihrem Zimmer und hat mich gefragt, wer ihr eigentlich erzählt hat, dass die Hasen tot sind, gerade wären erst die Hasen, dann der Nino, dann der Sam, dann ich und dann er tot gewesen und er hätte sie nur mit Mühe davon abbringen können.

Man kann sich also jetzt mit ihr richtig unterhalten und sie kann auch immer präziser formulieren, was sie möchte, was Vieles einfacher macht.

Aber nicht nur mit dem Sprechen, auch mit dem Töpfchen machen wir Fortschritte. Sie möchte ihre Pampers zwar immer nur ungern ausziehen, aber wenn ich sie dann soweit habe, kann sie schon recht lange aushalten und die Unfälle halten sich in Grenzen. Manchmal steht sie mitten im Spiel einfach auf und rennt ins Bad, oft gehe ich mit ihr zusammen oder sage ihr, sie soll mal wieder gehen und manchmal muss ich sie regelrecht schicken, weil ich sehe, dass es ihr schon fast zu den Augen rauskommt, aber sie keine Zeit hat. Sie macht das auf jeden Fall wirklich sehr gut, im Moment ist sie jeden Tag stundenweise ohne Pampers (halt wenn sie nicht schläft und wir nicht unterwegs sind), das finde ich eine tolle Leistung. 

Die Mia-Mama

Schon länger nichts mehr geblogt

12. Juni 2010

So, jetzt bin ich mal wieder dran! Nachdem mein Geschwisterchen ja einfach MEINEN Blog missbraucht, will ich mal wieder erzählen, was bei MIR so passiert ist:

Erstens plappere ich nun wirklich ALLES nach, was ich bei Mama und Papa so aufschnappe. Besonders stolz sind die Beiden darauf, dass ich nun meinen Namen sagen kann.

Zweitens war es bei uns in der letzten Woche auch ganz doll warm und Mama hat das ausgenutzt und mir neben meiner Kleidung auch meine Pampers ausgezogen! Das war was! Einen ganzen Nachmittag lang musste ich zum Pipi und Aa machen immer zu meinem Töpfchen rennen, das war ganz schön nervig. Aber es hat auch irgendwie Spaß gemacht und Mama hat sich so gefreut, weil bis auf ein paar Tropfen wirklich nichts daneben gegangen ist. Und wie stolz der Papa erst war, als er abends nach Hause kam und ich ihm ganz splitternackt entgegengesprungen bin. Aber nochmal will ich das erstmal nicht machen, das war doch ganz schön anstrengend.

Mein drittes Neues ist nicht schön, ich musste am Dienstag zum Arzt, weil ich am Oberkörper und in der Achselhöhle so einen Ausschlag habe, der auch etwas weh tut. Der Doktor hat sofort das böse Wort Neurodermitis in den Mund genommen und eine Fettsalbe aufgeschrieben. Leider ist es immer noch nicht weg, sondern die Pocken haben sich über meinen ganzen Körper ausgebreitet. Es juckt aber nicht und tut auch nicht weh, so dass Mama mich einfach nur schön eincremt, auf mein Essen aufpasst und nicht zuviel mit mir in die Sonne geht. Nächste Woche gehen wir nochmal zum Arzt, wenn es dann immer noch nicht besser ist. Ich freu mich schon, da krieg ich nämlich immer ein Bonbon.

Ja und viertens haben Mama und Papa beschlossen, dass s ab jetzt lieber selber über mich reden wollen, weil ich ja nun auch sprechen kann. Dies wird also mein letzter Beitrag sein, den Mama und Papa aus meiner Sicht schreiben, außer ich diktiere ihnen einen Artikel.

Bis später,
eure große Berliner Göre Mia Lara

Werde ich wohl ein Junge oder ein Mädchen?

01. Juni 2010

Mama und Papa ist egal, ob ich ein Junge oder ein Mädchen werde, Hauptsache, ich bin gesund, munter und süß.

Weil sie nicht sicher sind, ob der Doktor nachgucken soll, was ich werde, haben sie sich für alle Fälle mal zwei bzw. vier Namen ausgedacht:

Wenn ich ein Mädchen werde, heiße ich

Luisa Sophie.

Wenn ich ein Junge werde, heiße ich

Nils Lukas.

Bei meiner großen Schwester hatten sich Mama und Papa auch mehrere Namen überlegt, das habe ich hier ganz genau nachgelesen.

Euer Baby O.2

Hallo erstmal

27. Mai 2010

Nachdem ich hier schon als Blinder Passagier bezeichnet wurde, wollte ich mich mal kurz vorstellen: ich bin das neue Baby in Mamas Bauch und bald das kleine Geschwisterchen von der Mia. Ich wohne ja schon länger in Mamas Bauch und vor ein paar Wochen habe ich angefangen, Mama zu bubsen und mich so zu melden. Mama freut sich immer darüber, nur als ich am Anfang oft gemacht habe,dass ihr schlecht war, mochte sie das nicht so sehr. Jetzt mache ich das aber nicht mehr so oft, nur manchmal, wenn wir Bus fahren. Demnächst blogge ich hier noch mehr, das verspreche ich euch und Mama und Papa veröffentlichen noch ein paar Bilder von mir.

Euer zweites Baby O.

Nino muss auch baden

08. Mai 2010

Meinem Lieblingshund Nino ist heute vielleicht was passiert: Mama hat ihn mit dem Waschmittel aus der rosanen Flasche eingesprüht, ihn in einen Kopfkissenbezug gesteckt und in die Waschmaschine geschmissen. Dort musste der Nino eine ganz lange Weile Karussel fahren. Ich habe ihn am Anfang sehr vermisst und wollte ihn am liebsten wieder rausholen, obwohl ich einverstanden war, dass er gebadet wird. Dann hat der Papa aber ganz viel mit mir gespielt und danach mit Mama und mir mein Rollo am Fenster angebracht, denn gestern ist ja endlich seine tolle Krachmachermaschine gekommen.

Mama ist zwischendurch heimlich weggegangen und hat den Nino aus der Waschmaschine geholt. Der war noch ganz nass und musste auf dem Wäscheständer trocknen. Zum Mittagsschlaf brauchte ich ihn aber ganz dringend, also hat Papa den Nino geschnappt und geföhnt. Ich war bloß so aufgeregt, weil am Morgen soviel passiert war, was ich dem Nino erzählen musste, dass ich gar nicht schlafen konnte. Vielleicht klappt das heute abend ja dann besser.

Eure Mia

Blinder Passagier

09. April 2010

Mama und Papa haben mir erzählt, dass wir noch jemand anders als den Thorsten nach Berlin mitgenommen haben.

Mama hat nämlich vor ein paar Wochen wieder so einen Stab gekauft wie vor drei Jahren. Und sie war beim Arzt.

Und da konnte man sehen, dass ein Baby in Mamas Bauch wächst, so wie ich damals.

Ich bekomme ein Geschwisterchen und werde dann große Schwester sein! Darauf freue ich mich schon, ich mag Babies ganz doll. Allerdings muss ich noch ganz lange darauf warten, erst im November möchte das neue Baby schlüpfen. Hoffentlich vergeht die Zeit bis dahin ganz schnell.

Eure Mia

Vor, während und nach dem Umzug

14. März 2010

Hier mal der Umzugsbericht aus meiner Sicht. Seit ein paar Tagen stand ja unsere Wohnung voll mit Kartons und am Samstag kamen dann Sara mit Kai,Heike und Thorsten. Die Männer haben dann losgelegt und meinen schönen Schrank auseinander gebaut. Währenddessen habe ich schön mit der Sara gespielt. Auch die ganzen Schränke von Mama und Papa wurden auseinander gebaut und markiert. Auch die Schränke in Wohnzimmer und Küche wurden geleert und alles in Kisten gepackt. Später sind dann auch noch Johanna, Steffi & Stefan, Ricarda, Lena, Dino, Kirsten und Michael zu uns gekommen. So konnten wir endlich zu viert spielen, also Johanna, Sara, Steffi und ich. Die anderen Erwachsenen haben dann noch vieles auseinander gebaut.
Dann wurden meine Eltern und ich zusammen gerufen und wir haben ein tolles Bild geschenkt bekommen mit ganz vielen Händen drauf. Außerdem haben wir noch eine Karte geschenkt bekommen, so dass wir in einem Möbelhaus ohne Geld bezahlen konnten (das hat Mama und Papa geholfen, ein neues Bett und ein zweites silbernes Bücherregal zu kaufen) und für mich gab es noch tolles Spielzeug. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Dann wurde noch Pizza gegessen und die restlichen Lampe inklusive meiner schönen Sonnenlampe von der Decke geholt dann waren wir eigentlich fertig.

Mittwoch abend waren wir noch bei Oma und Opa mit dem Anton und haben dort lecker gegessen, weil unsere Küche ja schon verpackt war. Da haben wir auch nochmal Unterstützung für das neue Bett bekommen. Am Donnerstag war es dann soweit, Mama und Papa sind früh aufgestanden und da ich sie gehört habe, wurde ich auch wach und bin dann auch aufgestanden. Ich wurde sofort angezogen und bin dann mit Mama zur Oma mit der Katze gefahren. Vorher habe ich aber noch die beiden netten Herren mit dem großen Umzugswagen kennengelernt.
Bei der Oma angekommen ist dann meine Mama kurz bei mir geblieben und hat dann gesagt das sie jetzt in die alte Wohnung fährt und dort mithilft und ich ganz artig bei der Oma bleiben soll. Erst wollte ich das nicht und habe geweint, aber Mama hat gesagt, dass sie mich bald wieder abholt und ich bin dann mit der Oma die Katze suchen gegangen. Nach ein paar Stunden wurde ich dann schon abgeholt, da die Umzugsmänner schon fertig waren und dann sind wir, nachdem wir uns von Opa und Oma verabschiedet haben, zum Thorsten gefahren und haben ihn mitgenommen. Dann sind wir noch zur alten Wohnung, wo Ricarda, die zwischenzeitlich auch noch gekommen war, auf die Umzugsmänner aufgepasst hat und als ich dort angekommen bin, war da doch garnichts mehr drin, außer dem kaputten Bett von Mama und Papa und ein paar Kleinigkeiten. Das habe ich auch sofort dem Papa erzählt, dass doch das Bett kaputt ist, aber der sagte es ist nicht schlimm, in Berlin haben wir bald ein Neues. Danach haben wir uns noch von Ricarda verabschiedet und sind los gefahren. Ich war auch schon so müde, dass ich bald auf der Autobahn eingeschlafen bin und als ich eine Mia-Stunde später aufgewacht bin, haben wir kurz danach angehalten und was Kleines gegessen. Nach dem Essen haben mein Eltern getauscht und Papa ist dann weiter gefahren, immerhin hatte Mama in 2,5 Stunden 300 km abgerissen. Die restliche Fahrt über hat der Thorsten sich sehr gut um mich gekümmert, hat mir zu essen und zu trinken gegeben und sehr schön mit mir gespielt. Dann waren wir auch schon in der Nähe der neuen Wohnung und ich war schockiert, als ich reinkam, denn dort standen bis auf Papas Feldbett noch gar keine Möbel drin. Mama sagte mir aber, die kommen noch gleich. Nach einer Stunde waren die Möbel auch da und zwei Stunden später waren auch alle Möbel in der neuen Wohung, aber noch fast alle in Einzelteilen. Mama und Papa haben dann schnell mein Bett zusammengebaut so das ich später in Ruhe schlafen konnte.
Dass die Möbel alle noch aufgebaut werden müssen, haben Mama und Papa sich wohl schon gedacht, denn deshalb hatten sie den Thorsten dabei. Der hat mit Papa am Freitag morgen sofort losgelegt und die Schränke wieder aufgebaut, sodass Mama und ich dann anfangen konnten, die Sachen wieder einzuräumen. Mittags ist Papa zur Arbeit gegangen und als er wieder kam, ist er mit Thorsten zum Möbelhaus gefahren und hat das neue Bett und das Regal gekauft. Das wurde am Samstag zusammengebaut. Nachmittags sind wir nochmal alle zusammen zum Möbelhaus und zum Baumarkt gefahren.
Am Sonntag wurden noch ein paar Kleinigkeiten erledigt und am Nachmittag sind wir mit Thorsten zum Reichstag und zum Brandenburger Tor gefahren, damit der Thorsten wenigstens noch ein bißchen was von Berlin sieht. Abends ist er dann wieder nach Hause gefahren. Das fand ich echt schade, denn auch hier hat er schön mit mir gespielt.
Am Montag sind Mama und ich morgens sofort zum Arzt gegangen, denn Mama konnte gar nicht mehr sprechen und hat ganz viel gehustet und geschnupft und auch aus meiner Nase kam ganz ekliges Zeug. Ich mochte die beiden neuen Ärzte nicht so gern und habe geweint, aber Mama sagt, ich werde mich schon dran gewöhnen. Papa war nachmittags auch noch beim Arzt und der hat gesagt, dass der Papa bis Mittwoch zuhause bleiben muss. Am Mittwoch ging es Papa immer noch nicht besser, so dass der Arzt gesagt hat, Papa darf erst nach dem Wochenende wieder arbeiten. Ich musste am Donnerstag auch nochmal zum Arzt, weil ich Fieber hatte. Jetzt kriege ich wieder Bakterien-kaputt-mach-Saft, aber ich habe immer noch Fieber. Die Mama muss morgen auch nochmal zum Arzt, weil die immer noch ganz doll hustet und schnupft.
Wir haben den Umzug also im Großen und Ganzen gut überstanden und fühlen uns sehr wohl hier. Mama gefällt vor allem, dass wir immer zu Fuß zum Arzt gehen können und auch ein Bäcker in der Nähe ist, der ganz leckere Sachen hat.
Da die Kartons zum größten Teil schon ausgepackt sind (der Rest geht noch nicht, das war im Wohnzimmerschrank, der ja kaputt gegangen ist, da muss erstmal eine neue Karte kommen, damit wir ohne Geld einen neuen kaufen können), können wir, wenn wir wieder gesund sind, endlich damit loslegen, Berlin unsicher zu machen, darauf freuen wir uns schon richtig doll.
Außerdem gibt es gegenüber von unserem Haus einen Kindergarten, da will Mama jetzt mal schnell versuchen, mich noch unterzubringen, jetzt kann sie ja wieder einigermaßen reden. Und leider auch schimpfen, denn Unsinn mache ich ja auch hier in Berlin…
Euer Berliner Mädchen

Angekommen in der großen Stadt

07. März 2010

Die ausführliche Geschichte erzähle ich euch noch ein anderes Mal, da ich heute sehr müde bin. Auf jeden Fall sind meine Eltern und  ich gut in der Hauptstadt angekommen.
Hier ein paar Impressionen aus Berlin und noch vielen Dank an Thorsten für das Aufbauen meiner Möbel.

HauptstadtkindHauptstadtkindFamilienbildBerlin Thorsten

Fertig, die Zweite

25. Februar 2010

Heute morgen war Mama mit mir nochmal bei Frau Doktor und ich habe meine letzte Pieke bekommen. Jetzt muss ich erst wieder 2014 gepiekt werden und Mama hofft ganz doll, dass ich bis dahin vergessen habe, was das ist und dass es weh tut.

Ich habe nämlich heute schon geweint, als ich das Tablett mit der Spritze drauf gesehen habe und wollte mich gar nicht hinlegen. Ganz fest hab ich mich an meine Mama geklammert, aber die war unerbittlich und hat gesagt, dass sie weiß, dass das weh tut, aber dass es sein muss, damit ich nicht krank werde. Zur Belohnung, weil ich so tapfer war, durfte ich dann Zoo-Kekse essen. Weil mein Bein wirklich sehr weh tat, wollte ich immer wieder welche haben. Irgendwann meinte Mama aber, dass es jetzt genug ist. Schade.

Mein Bein tut mir immer noch weh und ich muss ab und zu mal deswegen weinen. Auch das Pflaster durfte Mama noch nicht abmachen, das muss ich doch dem Papa noch zeigen.

Der kommt nämlich heute endlich wieder nach Hause und bleibt jetzt auch bei uns, bis wir nächste Woche endlich nach Berlin ziehen. Davon erzählt die Mama mir schon ganz lange und in unserem Nest kann man vor Kartons bald nicht mehr treten, es wird wirklich Zeit, dass wir fahren. Wir freuen uns und lassen uns von niemandem ein schlechtes Gewissen machen.

Eure gepiekte Mia