Am Montag gegen 4 Uhr war es dann so,weit ich hab mich entschlossen, dass ich hier in Mamis Höhle anfange, meine sieben Sachen zu packen und schon mal ein paar Wehen zu machen. Die Mami wusste erst gar nicht so recht, was los war und hat sich erstmal auf die Couch gelegt. Das hat dann auch der Papi mitbekommen und hat die Mami um kurz vor 5 Uhr gefragt was los ist. Die Mami sprach da noch von Bauchschmerzen, aber der Papi hat sich dann große Sorgen gemacht und konnte auch nur noch schlecht schlafen. Gegen 6 Uhr ist dann die Mami mit mir noch kurz in Wanne, um zu sehen, ob das wirklich Wehen sind. Diese kamen da schon im 5 Minuten Abstand. Als ich mich dann entschlossen habe, kurz mal im 4 Minuten Abstand Wehen zu schicken, hat der Papi sich die Mami geschnappt und wir sind gegen 7 Uhr dann ab zum Krankenhaus. War auch wirklich sehr viel los auf den Straßen, das hat mir aber nicht viel aus gemacht, da ich es ja nicht allzu eilig hatte. Ich war ja noch dabei meine Sachen zu packen.
Dann wurde die Mami im Krankenhaus an das Gerät angeschlossen, das die Herztöne und Wehen von mir aufzeichnet und danach wurde der Ausgang meiner Höhle untersucht. Diese Tür hatte ich ja schon 4cm offen stehen gelassen, war aber noch am packen, was leider noch länger dauerte. Insgesamt habe ich mir so 11 1/2 Stunden Zeit gelassen, ich wollte ja nichts überstürzen. In der Zwischenzeit wurden die Hebamme Annette und Mami und Papi aber zu ungeduldig und sie haben einen Schlüsseldienst in Form eines Tropfes geholt, um meine Tür zu öffnen. Dann ging die Tür aber sehr schnell auf und ich bin recht schnell raus gefallen, in den Gang, der nach draußen führt. Leider hatte ich meine Nabelschnur noch nicht richtig eingepackt. Die hatte ich dann auf einmal um meinen Hals und weil sie ja von der anderen Seite noch festgehalten wurde bekam ich dann kaum noch Blut in mein kleines Köpfchen. Das verlangsamte natürlich meine Geschwindigkeit und mein Herz wollte auch nicht mehr so schnell schlagen. Das wurde dann der Ärztin zu gefährlich und sie hat den Chefarzt gerufen, der mir dann mit einer Babyzange geholfen hat hier rauszukommen. Und da war ich nun innerhalb von nicht mal einer Stunde nachdem die Tür offen war draußen in der richtigen Welt, zwar sehr geschafft aber noch alles gut überstanden. Und die Mami und der Papi sind ja sehr sehr lieb zu mir und sind die Besten der Welt.
Eure geborene Mia Lara Ohnheiser