Archiv für den Monat: Februar 2008

Meine Augen

Als ich geboren wurde, hatte ich ganz blaue Augen. In den letzten Wochen hat sich die Farbe aber verändert. Mal sind sie grau-blau, mal grün-grau, dann wieder grün und Mami sagt, sie hätte schon öfter braune oder goldene Sprenkel dadrin gesehen. Es sind schon alle sehr gespannt, wie meine Augenfarbe mal sein wird. Bis das endgültig ausgebildet ist, dauert es aber noch ein bißchen, vielleicht sogar bis zu meinem ersten Geburtstag.

 Eure Mia

Drehen

Heute hat der Papi mich auf dem Wickeltisch mal wieder auf den Bauch gelegt, weil ich ja lernen soll, meinen Kopf und meinen ganzen Körper schön auszubalancieren. Das gefällt mir aber überhaupt nicht, das ist so anstrengend. Nachdem Mami und Papi in den letzten Wochen schon öfter beobachtet haben, wie ich versucht habe, mich auf die Seite zu drehen, habe ich heute die Meisterleistung vollbracht: Ich habe mich von der Bauchlage wieder zurück auf den Rücken gedreht, weil es mir so besser gefällt, schließlich kann ich da Mami oder Papi sehen, die Grimassen für mich schneiden und muss nicht so eine blöde langweilige Wand angucken. Das war anscheinend richtig, denn Papi hat mich ganz laut und doll gelobt. Daraufhin kam die Mami angelaufen und ich musste das Ganze nochmal vorführen. Hab ich auch gemacht und dafür hab ich dann noch ganz viele Küsschen von Mami gekriegt.

Übrigens hab ich als Belohnung für mein Glanzstück anstatt Milch Fencheltee vorgesetzt bekommen! Bäh!

Euer Drehwurm Mia

Mein Gefängnis

Heute ist mein Laufstall angekommen und der Papa hat ihn sofort aufgebaut. Ich finde ja, er sieht ein wenig aus wie ein Gefängnis.
Aber es gefällt mir trotzdem sehr gut dort drin und freue mich schon auf Besuch von der Sara oder von der Johanna in meiner kleinen Zelle.
Laufstall

U4

Heute morgen haben Mami und Papi mich ein bißchen wach machen müssen, weil wir schon wieder zu Frau Doktor mussten. Heute wurde nämlich die U4 bei mir gemacht und dabei habe ich gleich zweimal eine Pieke bekommen. Impfen nennt Mami das und das ist dafür gut, dass ich nicht mit schlimmen Krankheiten im Bett bleiben muss.

Aber mal von Anfang an: Bei Frau Doktor angekommen, hat Mami mich erstmal bis auf meine Pampers nackelig gemacht. Das fand ich ja noch ganz interessant. Dann kam eine Arzthelfefrau und hat mich gemessen und gewogen. Ich bin jetzt 65 cm groß, wiege 5.000 g (Mami sagte “Endlich”) und mein Kopf ist 39,5 cm dick.

Dann mussten wir eine gaaaanz lange Weile warten. Ich wurde schon echt ungeduldig, denn so langsam kriegte ich Hunger und mir wurde kalt. Mami hat mich dann ein bißchen mit meinen Sachen zugedeckt, aber das mochte ich nicht, ich hab mir meinen Strampler immer wieder von den Beinen gezogen und damit gespielt. Als ich dann ein bißchen knöttern musste, hat Mami mich hochgenommen, ist mit mir im Zimmer rumgelaufen und hat mir die Bilder an der Wand erklärt. Die meint auch, ich bin blöd, ich weiß doch ganz genau, dass auf dem einen ein Bauernhof mit vielen Tieren und auf dem anderen ein Strand mit vielen Menschen drauf war.

Endlich war es dann soweit und Frau Doktor kam, um mich zu untersuchen. Sie hat mich abgehört, mir in die Ohren geguckt und mir ein Holzstäbchen in den Mund geschoben. Was die Doktors immer mit ihren Holzstäbchen haben, überall stecken die mir so ein Ding hin, das war jetzt schon das zweite Mal diese Woche!

Während ich untersucht wurde, hat Mami mal wieder erzählt, was bei den Untersuchungen im Krankenhaus rauskam, was ich esse, wo ich schlafe und wie lange und was ich halt schon mache und kann. Das war ne ganze Menge.

Als Frau Doktor dann endlich fertig war mit Untersuchen und Sachen aufschreiben, kam wieder so eine Arzthelfefrau mit einem Tablett rein. Da waren zwei Dinger mit langen silbernen Stäben dran drauf. Mami sagte, das sind Spritzen mit Nadeln und die krieg ich gleich in mein Bein gesteckt und werde wahrscheinlich fürchterlich brüllen. Und schon hat Frau Doktor mein linkes Bein gepackt, es mit einem nassen, kalten Watteding abgewischt und die erste Piekespritze reingesteckt. Mensch, tat das weh! Da musste ich wirklich ganz doll weinen. Und kaum war der Schmerz etwas abgeklungen, wird mein rechtes Bein gepackt, abgewischt und gestochen. Das tat genauso gemein weh! Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen und hab so doll geschrien, dass ich mich sogar verschluckt habe.

Frau Doktor hat der Mami dann noch gesagt, dass die Pieken eigentlich ganz gut vertragen werden, dass sie aber nun öfter Fieber messen soll und wenn mein Fieber höher als 38 ° ist, soll sie mir ein Zäpfchen geben, damit ich keine Fieberkrämpfe kriege. Tja, was soll ich sagen, gegen 18.00 Uhr abends war mein Fieber bei 38,1 ° und ich habe prompt eine Bombe in meinen Po bekommen. Ich hab mich eigentlich ganz gut gefühlt, nur ein bißchen warm und Hunger hatte ich auch nicht so richtig. Beim nächsten Fieber messen hatte ich dann schon 38,4 ° und Mami und Papi haben sich doch ein kleines bißchen Sorgen gemacht. Vorm Zubettgehen war mein Fieber aber dann wieder bei 38,1 ° und ich habe erstmal kein Zäpfchen mehr gekriegt. Mal sehen, wie es mir morgen geht.

Ein Gutes hat dieses Piekefieber aber: Ich darf bei Mami und Papi im Bett schlafen und die Beiden passen heute nacht noch besser auf mich auf als sonst!

Eure heiße Mia Lara

Untersuchung

Heute war wieder ein komischer Tag. Der Papi kam mittags schon nach Hause und nachdem ich endlich satt war, wurde ich ins Auto gepackt, wo schon mein Wurmwagen für draussen drin war und wir sind mal wieder nach Dortmund ins Krankenhaus gefahren. Dort angekommen mussten wir ein bißchen warten und dann kam ein Herr Doktor, den wir schon kennen gelernt haben, als ich noch ganz klein war. Da mochte ich den nicht, weil er mir mit einem Holzstäbchen in meinen Po gepiekst hat, aber heute war er sehr nett zu mir, obwohl er wieder den Holzstab rausgeholt hat. Aber dazu später. Mami hat sich ein bißchen gefühlt wie in der Schule, denn der Doktor wollte, dass sie mit ihren Worten beschreibt, was bei meinem Besuch in der Röhre rausgekommen ist.

Ihre Ausführungen haben ihn wohl zufriedengestellt, denn nachdem noch eine Frau Doktor dazu kam, sollte Mami mich ganz und gar nackelig machen. Ich wurde von allen Seiten angeguckt und abgetastet, musste stehen, sitzen, strampeln, gucken, hören, erzählen (was ich nicht gemacht hab), auf dem Bauch liegen und wurde abgehört und mein Kopf wurde gemessen. Und mir wurde wieder mit einem Holzstäbchen an meinem Popoloch rumgeprockelt, um meinen Analreflex zu testen, während Mami zum 538. Mal erzählen musste, wie das bei mir mit Pipi und Aa funktioniert, was ich so alles kann und mache und was bei den ganzen Untersuchungen, die so mit mir angestellt wurden, rausgekommen ist. Dabei ist aufgefallen, dass ich ja nochmal zum Herz-Ultraschall sollte, dafür müssen wir uns noch einen Termin holen.

Die beiden Ärzte waren mal wieder sehr zufrieden mit mir. Ich könne ja alles ganz gut, nur mein linkes Bein könnte evtl. ein bißchen schwächer sein und es könnte sein, dass ich nicht so gut auf den Zehenspitzen oder der Ferse laufen kann. Aber laufen lernen würde ich auf jeden Fall. Das hat Mami und Papi ja schonmal sehr beruhigt. Der Doktor hat gesagt, ich würde einen guten Tonus in meinen Beinen aufbauen und die Hand-Fuß-Koordination wäre auch gut. Mami und Papi wurden immer stolzer auf mich. Aber am meisten stolz hat sie gemacht, als der Doktor meinte, ich wäre ein sehr zufriedenes Kind, sie würden das alles ganz toll mit mir machen und sollten schön weiter viel mit mir sprechen, singen und spielen. Vor allem Fingerspiele wären gut. Wie gut, dass die Mami so viele Bücher gekauft hat, da können wir jetzt ganz viel singen und Fingerspiele machen, ich freu mich schon!

Weil die Untersuchung so toll war, sind wir zur Belohnung wieder bummeln gegangen. Das hat mir wieder gut gefallen, obwohl ich nichts bekommen hab.

Eure quietschfidele Mia Lara

Großer Ausflug

Heute sind Mama und Papa mit mir zu diesem großen Haus gefahren, in dem ich meine Badestunde hatte und dann sind sie in die Räume gegangen, wo wir nach der Badestunde lecker Milch getrunken haben. Dort gab es für Mama und Papa so eine Pampe und für mich Milch aus der Flasche.
Die Johanna und ihre Eltern und ihre Großeltern waren auch schon dort und haben auch Pampe gegessen. Während wir dort alle gespeist haben, hat der Sarapapa angerufen und gefragt, was wir gleich alle so machen. Eigentlich wollten wir in den Park, in dem ich öfters war, als ich noch in Mamas Bauch war. Der Sarapapa hat vorgeschlagen, zu einem Schloss im Norden zu fahren und weil ich ja die kleine Prinzessin von Mama und Papa bin, wollte ich mir das Schloß mal anschauen. Obwohl ich ein wenig traurig war, dass das mit den Park in Waltrop dann nicht klappt, hörte sich das Schloß besser an. Also haben wir noch die Sara und ihre Eltern eingesammelt und sind dann zu neunt los. Am Schloß haben wir noch Saras Oma und Opa getroffen und sind dann dort spazieren gegangen. Nur hab ich gar nichts vom Schloss mitbekommen, da ich so müde war und in meinem Wurmwagen für draußen die ganze Zeit geschlafen habe. Danach wollten wir noch ein wenig Milch, Kaffee und Kuchen trinken gehen in einem Cafe, aber dort angekommen, gab es da schon keinen Kuchen mehr. Darüber war ich überhaupt nicht erfreut und habe meinen Unmut laut von mir gegeben. Deshalb sind dann Mama und Papa mit mir nach Hause und haben dort noch leckeren Kuchen gegessen und ich habe leckere Mamimilch getrunken. Es war ein sehr schöner Tag.

Wir Drei Zicken mit unseren Mamas
Gruppenbild ohne Papa

Plempermaus

Heute saß ich mit Mama auf der Couch und Mama trank Tee, der macht, dass ich mehr Milch trinken kann. Aus der Tasse hing so ein Faden mit einem Blättchen dran. Ich hab mir das eine Weile beguckt wie der Faden schön gewippt hat, wenn Mama getrunken hat und als sie die Tasse nur so in ihrer Hand gehalten hat, hab ich den Faden gepackt und dann mit meiner Hand gegen die Tasse gehauen. Ich wollte halt mal sehen, was passiert und es ist eine Menge passiert: Der Tee ist rausgeschwappt und hat meinen Strampler, Mamis Pullover, ihre Hose, die Couch und den Boden nassgemacht. Mami hat daraufhin ein bißchen mit mir geschimpft, weil sie sich so erschreckt hat und Angst hatte, dass der Tee mich verbrüht hat. Aber mir ist nichts passiert und als Mami das gesehen hat, hat sie gelacht, alles aufgewischt und gesagt, ich wäre eine schöne Plempermaus und ich solle froh sein, dass der Tee nicht mehr heiß war. Ich glaube, Mami hat daraus gelernt und trinkt jetzt keinen Tee mehr, wenn ich auf ihrem Schoß sitze. Schade, ich hatte solchen Spaß!

Eure Plemper-Mia

Was ich neues hab und kann

Ich habe ganz viel neues Spielzeug von Mami und Papi bekommen:  ein schönes Spieltrapez , vier Fühlwürfel und ein Fühlbuch.
Unter dem Spieltrapez auf meiner Krabbeldecke spiele ich besonders gern und die Mami singt mir dann Lieder aus meinem neuen Liederbuch vor. An dem Spieltrapez hängen schöne Sachen dran und die kann ich nun schon viel besser greifen und schubsen. D ie schaukeln dann sehr schön. Als ich das Trapez bekommen habe, dachte ich, na super, an diese Ringe, die ganz oben hängen, komm ich ja nie ran und jetzt klappt das auch schon und ich bin sehr stolz auf mich. Und auch Dinge mit meinen Händen festzuhalten, klappt mittlerweile immer besser. Gestern habe ich meinen Schnuller aus meinen Mund gezogen und dann festgehalten.
Schnuller festhalten
Mittlerweile kann ich viele neue Geräusche machen, die aber hier schwer wiederzugeben sind. Ich lache auch mit wachsender Begeisterung mit der Mami und dem Papi, wenn sie wieder Unsinn mit mir machen wie z. B. beim Wickeln meine Füße kitzeln oder mich überall küssen oder einfach mit mir sprechen.

Abends liest mir der Papa immer mein Fühlbuch vor und ich fühle dann immer schön in dem Buch und versuche die Seiten umzublättern, das ist wirklich toll und macht uns großen Spaß.