Archiv für den Monat: März 2008

Drehwurm

Heute nacht hat Mama mich ohne das Stillkissen als Begrenzung ins Bett gelegt. Dort war ich wegen meiner Zähne so unruhig und wehrig, dass mein Kopf, weil ich mich immer auf die Seite gedreht und die Beine hochgeschmissen habe, auf einmal nicht mehr Richtung Kopfende, sondern Richtung Fußende gezeigt hat. Da wusste ich dann erst recht nicht mehr, wo ich bin und musste anfangen, ganz laut zu weinen. Da kam die Mama dann aber schnell angelaufen, hat mich hochgenommen und getröstet. Und weil mir das noch nicht genug war, durfte ich noch ein bißchen Mamimilch trinken und zwischen Mama und Papa weiterschlafen.

Eure drehwütige Mia

Sitzen

Heute morgen haben Mama und ich nach dem Aufwachen noch ein bißchen im Bett gelegen und gespielt. Dabei hat Mama mich, wie sie es schon so oft gemacht hat, auf meinen Po gesetzt. Diesmal saß ich auf der Matratze. Und wie ich da so saß und an nichts Böses dachte, lässt die Mama auf einmal meinen Bauch und meinen Rücken los, wo sie mich mit ihren Händen immer gestützt hat. Und siehe da: ich konnte mich zwei oder drei Sekunden lang allein halten! Okay, ich saß nicht kerzengerade, sondern eher vornübergebeugt und wäre schmerzhaft aufs Gesicht oder den Rücken gefallen, wenn Mama mich nicht aufgefangen und vorsichtig abgelegt hätte, aber es ist ein Anfang.

Bin gespannt, ob ich das bald mal wieder ausprobieren darf oder ob Mama lieber noch etwas warten möchte, bis sie mich wieder allein sitzen lässt.

Eure Mia

Beruf:Kind

Meine Eltern haben gestern ein Sparkonto für mich eröffnet. Sie sagen, es wäre für später, wenn ich mal einen großen Wagen fahren möchte, wie das Mama und Papa auch immer tun, wenn sie mit mir wegfahren.
Und was stand da auf dem Formular: Mia Lara O. Beruf: Kind.
Dabei weiss doch jeder, dass ich von Beruf ein professionelles Baby bin.

Alles aufgegessen

Mama und Papa haben mir heute wieder Brei vorgesetzt. Erst dachte ich, der schmeckt ja wieder nach fast garnichts wie der Brei die Tage vorher, aber nach dem ersten Löffel war ich sehr überrascht. Der Brei hat sehr gut geschmeckt. Mama sagt, der Brei war mit Äpfeln und Bananen. Der hat so gut geschmeckt, dass ich alles aufgegessen habe. Dann hat sich die Mama noch eine Portion von der fast geschmacklosen Pampe gemacht, die ich sonst immer essen muss und von dem hab ich dann auch noch 4 Löffel gegessen, weil mein Breihunger immer noch nicht ganz gestillt war. Es hat mir auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.
Der Brei hat so gut satt gemacht, dass ich nach einer Stunde nur ein paar Minuten bei der Mama trinken musste, weil ich Durst hatte.

Euere satte Mia

Ich heiße Mia

Mir ist ja schon immer aufgefallen, dass Mama und Papa immer ein bestimmtes Wort benutzen, wenn sie mit mir oder über mich sprechen. Und zwar sagen sie immer Mia zu mir. Nun weiß ich auch endlich ganz genau, dass das mein Name ist. Ich gucke jetzt nämlich immer zu demjenigen, der ihn ausgesprochen hat und dann freuen sich Mama oder Papa immer ganz doll und loben mich und ich krieg noch mehr Küsschen als so schon.

Ich kannte meinen Namen ja schon, als ich noch in Mamas Bauch war, aber irgendwie konnte ich nicht so richtig was mit diesem Wissen anfangen und hab erst jetzt entdeckt, was es bedeutet, einen Namen zu haben.

Eure Mia

Großes Mädchen-großes Bett

Gestern war wohl der Tag der Veränderungen. Nachdem sich schon länger abgezeichnet hatte, dass ich für meinen gemütlichen Stubenwagen langsam zu groß werde (ich bin nämlich mit meinen Armen und Beinen schon überall angestoßen), haben Mama und Papa gestern ein wenig umgeräumt und meinen Stubenwagen aus dem Schlafzimmer geschoben. An seinen Platz haben sie nun mein großes Kinderbett aus dem Kinderzimmer gestellt, in das ich schon öfter mal abgeschoben wurde, wenn der Mama beim Wickeln eingefallen ist, dass sie auch mal gaaaanz dringend muss.

Erst war noch alles wie immer, ich wurde im Schlafzimmer nochmal gestillt und weil Mama und Papa dort noch fernsehen wollten, durfte ich in ihrem Bett schonmal etwas vorschlafen. Papa hat mich dann rübergetragen und ich habe in meinem Bett weitergeschlafen. Aber nach 1 Stunde wurde ich nochmal wach. Mama hat mich nochmal gestillt und mich wieder ins Bett gelegt. Dort war alles aber doch etwas fremd, vor allem, weil ich so viel Platz hatte. Mama hat mir dann mein Stillkissen ins Bett gelegt, mir meinen Nucki gegeben und mich ein bißchen gestreichelt, aber ich musste trotzdem weiter weinen. Das hat mir aber außer ein paar beruhigenden Worten nichts weiter gebracht, ich musste im Bett bleiben.

Irgendwann bin ich dann aber doch eingeschlafen und bis morgens um 08.30 Uhr nicht mehr aufgewacht.

Bin gespannt, wie es heute Nacht wird.

Eure Mia

Brei aus Napf

Heute war es nun endlich soweit, ich habe Brei bekommen. Nachdem ich heute den ganzen Tag über total quengelig war und immer wieder ohne großartigen Grund geweint habe, hat Mama mir heute abend, als ich wieder Hunger hatte, eine kleine Portion Hirsemilchbrei angerührt, ungefähr die Hälfte von dem, was als Dosierungsanleitung auf der Packung stand.

Ich hatte mich ja wirklich sehr auf den Brei gefreut, endlich feste Nahrung, und was war? Ich bekam Pampe vorgesetzt! Zumindest sah das nicht besonders lecker aus, aber ich war bereit, es zu versuchen. Ich saß also auf Papas Schoß am großen Tisch und Mama kam mit dem ersten Löffel. Erst war ich nicht so begeistert, es schmeckte komisch, gar nicht so süß wie die Sachen, die ich schon von Mamas und Papas Fingern kannte und hatte eine komisch wässrige Konsistenz. Aber ich schluckte und dann war es zu spät, ich war total angefixt. Es war so interessant und spannend, endlich richtig vom Löffel zu essen und immer, wenn Mama ihn mir hingehalten hat, hab ich mein kleines Mäulchen aufgesperrt.

Allerdings klappt unser Timing noch nicht so gut, Mama hat nicht immer sofort meinen offenen Mund getroffen und so ist viel in meinem Gesicht, auf dem Boden, Mamas und Papas Kleidung und meinem aus einem Spucktuch improvisierten Lätzchen gelandet.

Zwischendurch sollte ich auch  Wasser aus meiner Flasche trinken, anfangs habe ich das auch gemacht, aber dann wurde mir das Wasser zu kalt und Mama meinte, der Brei wäre so flüssig, es wäre nicht schlimm, wenn ich nichts dazu trinke.

Ich habe jedenfalls fast alles aufgegessen, was Mama mir gemacht hat und freu mich schon auf morgen abend, wenn es wieder Brei gibt. Mama und Papa sind sehr stolz auf mich und finden, ich bin schon ein richtig großes Mädchen. Jetzt bin ich aber erstmal wieder klein und geh noch etwas Mamimilch trinken, ich hab doch etwas Durst bekommen.

Eure kleine große Mia

Zähne

Zur Zeit bin ich ein wenig unruhig, denn mein Mund tut mir ein wenig weh. Ich glaube, ich bekomme Zähne. Papa hat mir auch erklärt, was Zähne eigentlich sind und für was sie gut sind und dass Papa und Mama auch welche haben. Aber ob ich die unbedingt brauche, weiß ich nicht, da ich meine Milch auch gut so trinken kann und ich mag Milch doch so gern. Aber wenn ich mir dann das leckere Zeug anschaue, das Mama und Papa so essen, läuft mir das Wasser im Mund zusammen, das riecht so gut und schaut auch sehr gut aus.
Auf jeden Fall bekomme ich jetzt so kleine Kugeln in meinen Mund, die mir helfen, dass er mir nicht mehr so weh tut und die Kügelchen helfen auch sehr gut, ich kann wieder durchschlafen und muss tagsüber auch nur noch manchmal quengeln.

Eure Zahnmilchfee Mia

Zeit für Brei

Mama und Papa haben ja schon länger beobachtet, dass ich mir ganz genau angucke, wie sie essen. Und ich durfte ja auch schon öfter mal ein bißchen Joghurt, Eis oder Sahne probieren. Natürlich nur ganz kleine Fitzelchen von ihren Fingern. Das hat mir immer schon sehr gut gefallen und ich habe die Finger begeistert abgeschleckt.

Heute durfte ich nun mit meinem eigenen Löffel ein bißchen Joghurt essen, nachdem ich Papas Finger abgeleckt hatte, denn Mama wollte sehen, ob ich schon vom Löffel essen kann oder gar nichts damit anzufangen weiß und ihn einfach mit meiner Zunge von meinem Mund wegschubse.

Ich habe den Löffel artig in meinen Mund gelassen (Ok, Mama hat mich überrumpelt, als ich gelacht habe) und das Fitzelchen Joghurt mit meinen Lippen abgestreift, wie eine Große.  Dann hat Mama mit dem Löffel vorsichtig meine Lippen abgekratzt, weil da noch Joghurt dranklebte und als sie mir den Löffel wieder hingehalten hat, habe ich angefangen, ganz aufgeregt mit meinen Armen und Beinen zu strampeln und mein Mündchen aufzusperren.

Das war nun für meine Eltern das Signal, nicht mehr allzu lange mit dem Brei aus Napf, den sie mir schon so lange versprochen haben, zu warten. Ich bin schon sehr gespannt, wann es endlich los geht.

Eure Joghurt-Schnute Mia

Großes Mädchen-große Wanne

Gestern war es mal wieder so weit, ich hatte Badetag. In den letzten Wochen hat sich ja schon abgezeichnet, dass die kleine Babybadewanne, in der ich immer abgeschrubbt wurde, langsam zu klein für meine enorme Länge wird. Also haben Mama und Papa beschlossen, dass Mama und ich zusammen in die große Badewanne steigen sollen. Johanna macht das ja schon eine ganze Weile und die hat mir immer schon vorgeschwärmt, wie toll man da strampeln und plantschen kann.

Ich wurde also ausgezogen und das war schon anders als sonst, denn das hat der Papa gemacht, während die Mama die Badewanne voll gemacht und sich auch ausgezogen hat.

Dann hat der Papa mich ins Bad getragen, wo die Mama schon in der Wanne saß und auf mich gewartet hat. Und dann ging´s hinein in das warme Nass. Hui, war da auf einmal viel Platz! Da musste ich mich erstmal ein bißchen an die Mama kuscheln, das war mir etwas unheimlich. Aber dann hat Mama mich ganz hinein gelegt und da hab ich erkannt, dass es gar nicht so viel anders ist, als in meiner kleinen Wanne und hab sofort losgelegt: Meine Arme und Beine haben ganz doll gestrampelt und gefuchtelt, das hat so doll gespritzt, dass sogar der Papa, der am Rand stand und mal wieder Fotos gemacht hat, nass geworden ist.

Nach einer Weile hat Mama mich auf den Bauch gedreht und ins Wasser gelassen. Da bin ich dann geschwommen wie ein Hündchen. Leider hab ich dabei etwas Badewasser geschluckt und in die Augen bekommen, das fand ich nicht so toll, da musste ich erstmal husten und Mama hat mich auf den Arm genommen. Aber als ich wieder richtig Luft gekriegt hab, hab ich gleich weiter gestrampelt. Das war so toll! Ich fand, ich hab mich selber richtig sauber gestrampelt, aber Mama war da anderer Ansicht und hat mich mit dem Waschlappen überall abgewischt. Das ist vielleicht immer ätzend.
Nächste Woche darf ich dann mit Papa baden, vielleicht lässt der das Waschlappen-waschen ja mal weg, wenn ich lieb gucke.

Eure Badenixe Mia