Heute war es nun endlich soweit, ich habe Brei bekommen. Nachdem ich heute den ganzen Tag über total quengelig war und immer wieder ohne großartigen Grund geweint habe, hat Mama mir heute abend, als ich wieder Hunger hatte, eine kleine Portion Hirsemilchbrei angerührt, ungefähr die Hälfte von dem, was als Dosierungsanleitung auf der Packung stand.
Ich hatte mich ja wirklich sehr auf den Brei gefreut, endlich feste Nahrung, und was war? Ich bekam Pampe vorgesetzt! Zumindest sah das nicht besonders lecker aus, aber ich war bereit, es zu versuchen. Ich saß also auf Papas Schoß am großen Tisch und Mama kam mit dem ersten Löffel. Erst war ich nicht so begeistert, es schmeckte komisch, gar nicht so süß wie die Sachen, die ich schon von Mamas und Papas Fingern kannte und hatte eine komisch wässrige Konsistenz. Aber ich schluckte und dann war es zu spät, ich war total angefixt. Es war so interessant und spannend, endlich richtig vom Löffel zu essen und immer, wenn Mama ihn mir hingehalten hat, hab ich mein kleines Mäulchen aufgesperrt.
Allerdings klappt unser Timing noch nicht so gut, Mama hat nicht immer sofort meinen offenen Mund getroffen und so ist viel in meinem Gesicht, auf dem Boden, Mamas und Papas Kleidung und meinem aus einem Spucktuch improvisierten Lätzchen gelandet.
Zwischendurch sollte ich auch Wasser aus meiner Flasche trinken, anfangs habe ich das auch gemacht, aber dann wurde mir das Wasser zu kalt und Mama meinte, der Brei wäre so flüssig, es wäre nicht schlimm, wenn ich nichts dazu trinke.
Ich habe jedenfalls fast alles aufgegessen, was Mama mir gemacht hat und freu mich schon auf morgen abend, wenn es wieder Brei gibt. Mama und Papa sind sehr stolz auf mich und finden, ich bin schon ein richtig großes Mädchen. Jetzt bin ich aber erstmal wieder klein und geh noch etwas Mamimilch trinken, ich hab doch etwas Durst bekommen.
Eure kleine große Mia