Archiv für den Monat: Juli 2008

Nicht Zoo und mein Pool

Meine Eltern wollten eigentlich mit mir heute in den Zoo, um mir viele Tiere zu zeigen. Dort angekommen, mussten wir leider feststellen, dass der Zoo geschlossen ist, da gestern in Dortmund zu viel Wasser vom Himmel gekommen ist und wohl einen Wasserschaden im Zoo verursacht hat. So konnte ich leider nicht ganz viele neue Tiere sehen und wir sind durch den Park, der am Zoo um die Ecke ist. Dort waren leider die normalen Wege auch recht schlecht und so waren die Räder meines kleinen Wurmwagens sehr dreckig und der Papa musste die erstmal von Schlamm befreien.
Als wir dann zuhause ankamen, hat der Papa meinen Pool aufgepustet und dann Wasser dort rein gefüllt, dann wurde ich nackig gemacht und dann ging es in den Pool. Dort hatte ich ganz viel Spass und habe schön mit dem Papa und der Mama geplantscht. Besonders die beiden Marienkäfer haben mir sehr gut gefallen.

Eurer Plantsche-Mia

Toast und Impfe

Es hatte sich ja schon länger abgezeichnet, aber am Mittwoch geschah es nun endgültig: Mama konnte mich vormittags nicht mehr überreden, Mamimilch zu trinken. Eine ganze Stunde lang hat sie es versucht, ist immer wieder mit mir vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer gegangen und am Schluss musste ich schon weinen, wenn sie sich nur mit mir aufs Bett oder die Couch gesetzt hat. Da hat sie dann eingesehen, dass es keinen Sinn hat und mir einfach eine Stunde früher mein Mittagessen gegeben als sonst. So konnte ich auch eine Stunde früher meinen Mittagsschlaf machen und wir kamen pünktlich zur Krabbelgruppe. Gestern hat Mama dann nochmal versucht, mir die Mamimilch schmackhaft zu machen, aber sie hatte keinen Erfolg und hat auch recht schnell wieder aufgegeben.

 

Statt dessen hat sie mir eine Scheibe Toast mit Butter bestrichen und in kleine Häppchen geschnitten. Die hat sie mir dann entweder in den Mund gesteckt, den ich wie immer gaaanz weit aufgemacht hab, oder sie hat sie auf meinen kleinen Tisch gelegt und ich hab sie mir selber in den Mund geschoben. Das war erstens lecker und hat total viel Spaß gemacht, weil ich damit auch ein bißchen matschen konnte. Heute hab ich meinen Toast fast ganz allein gegessen, Mama hat nur ein paar Bissen in meinen Mund gesteckt und mir ansonsten noch ab und zu gezeigt, wo mein Toast hingefallen ist, wenn ich ihn verloren habe.

 

Ach ja, ich werde wohl wirklich groß… Ist das nicht toll?! Ich bin so aufgeregt! Welt, ich komme…

 

…erst mal wieder zu Frau Doktor. Da hatten wir heute einen Termin… Zum Pieken… Ich hasse pieken… Hab ich das schon erwähnt? Aber es hilft ja nichts, Mama sagt, das muss sein, damit ich nicht krank werde. Aber erstmal wurde ich angeguckt und abgehört, Mama hat erzählt, was ich kann, ich hab ein Holzstäbchen in den Mund gekriegt und eine Lampe hat in meine Ohren geleuchtet. Und dann wurde ich gewogen. 7.800 g wiege ich jetzt. Das heißt, ich habe innerhalb von zwei Monaten ein ganzes Kilo und ein bißchen mehr zugenommen. Das kommt bestimmt, weil Mama mich so gut füttert und ich so gerne esse. Vor allem naschen macht mir Spaß.

 

Aber ich schweife ab. Nach dem ganzen Angegucke und Abgehöre -Frau Doktor hat übrigens wieder gesagt, ich bin altersgerecht entwickelt- kam wieder die eklige Pieke in mein Bein. Das Stechen tat gar nicht mal so weh, das geht ja schnell, aber das Reindrücken von der Impfe und dass mein Bein festgehalten wurde, hat mich echt genervt. Ich hab aber nicht so doll geweint wie beim letzten Mal. Dann waren wir auch schon fertig. In 2 Monaten werde ich wieder gepiekt und angeguckt, dann ist auch schon die nächste U fällig.

 

Und zu meiner großen Genugtuung war Mama auch bei ihrem Doktor und wurde auch wieder gepiekt. Bei ihr haben sie allerdings was rausgeholt. So dunkles Wasser. Blut heißt das, sagt die Mama und das braucht der  Doktor, weil ihre Schildkröte, die sie im Hals hat, nicht gut arbeitet. Diesmal war ich sogar wach und ich muss sagen, ich hab ne echt tapfere Mama. Die hat nicht mal gezuckt, als die fiese Pieke kam und geweint hat sie schon gleich gar nicht. Ob ich das wohl auch mal so gut hinkriege?

 

Eure gepiekte Fressmaschine Mia

Rückenküssen

Heute ist uns beim Wickeln was passiert! Ich musste soooo doll Pipi, dass ich die Mama beinah angepinkelt hab! Ein richtig hoher Strahl kam aus mir raus, weil so viel Druck auf der Blase war. Und es kam so viel Pipi, dass mein Body auch nass wurde.

Also hat Mama mir den auch ausgezogen und ich durfte eine Weile ganz nackig auf der Wickelauflage liegen. Da hab ich mich auf den Bauch gedreht und geguckt, ob ich den Vierfüßlerstand, den ich im Bett schon mal geschafft hab, nochmal hinkriege. Hat aber nicht geklappt.

Dafür hat Mama mich ein bißchen in den Arm genommen und angefangen, meinen Rücken zu küssen und mich zu streicheln. Dabei hab ich überall eine Gänsehaut bekommen und bin ganz andächtig geworden. Ganz still hab ich gehalten, damit das Küssen nicht aufhört. Das war sooo schön. Mama hat die Stellen am Rücken, an denen sie gern vom Papa geküsst wird, besonders viel abgeknutscht und jetzt weiß sie, dass ich das da auch total gern hab.

Ich glaub, ich muss bald wieder meinen Body nass machen.

Eure geküsste Mia

Dritte Mahlzeit

Nach einigen Anläufen in diese Richtung und der Überlegung, vielleicht doch zu warten, bis die Sara auch drei Mahlzeiten ausserhalb von Mamis Brust kriegt, war es nun gestern endgültig soweit: Ich bekomme nachmittags nun Obst anstatt Mamimilch.

Ich hatte gestern zuerst immer nur soviel Hunger, dass ich nur eine Brust leer trinken wollte und ungefähr eine Stunde später dann erst die andere. Mama hatte aber eher das Gefühl, die Welt ist so spannend, dass ich keine Ruhe zum Trinken habe. Ich möchte ja schon länger nur noch im dunklen ruhigen langweiligen Schlafzimmer gestillt werden.

Als wir dann bei der Oma waren und ich Hunger bekam, meinte Mama: So, Mia, heute ist ein guter Tag, um endgültig die dritte Mahlzeit einzuführen, ich hab keine Lust mehr auf dieses Theater. Also kam ich in den Hochstuhl und durfte in halbes Gläschen Pfirsich mit Joghurt essen, das Mama eigentlich für Notfälle eingepackt hatte. Ich hätte auch gern das ganze Glas leer gemacht, aber Mama hat gesagt, das halbe reicht erstmal.

Abends gab´s dann ganz normal Brei und ich wurde ins Bett verfrachtet. In der Nacht hat Mama mich dann um 01.00 Uhr geweckt, weil schon ganz viel Mamimilch in ihrer Brust war. Da hab ich mit Mühe und Not an beiden Seiten getrunken.

Heute morgen wollte ich wieder erst nur eine Seite und damit ich wieder einschlafe, hat Mama mir nach einer Stunde noch die andere Brust gegeben. Das hat auch gut geklappt.  Gegen Mittag war ich dann bockig, ich wollte keine Mamimilch, sondern Platz lassen, damit ich mir mit meinem Mittagessen richtig den Bauch vollschlagen kann. Aber Mama hat nicht nachgegeben und mich “überredet”, doch noch ein bißchen Mamimilch zu trinken. Ist ja auch immer lecker, aber ich bin doch schon soooo groß.

Am Nachmittag hat Mama gedacht, vielleicht möchte ich doch lieber Mamimilch anstatt Obst, aber sie hat schnell eingesehen, dass ich gerne einen Becher Apfel-und Bananenmus essen möchte. Hab ich dann auch gekriegt.

Und ab jetzt wird es wohl nachmittags immer Obst geben, mal selbst zermatscht, mal aus dem Becher und mal aus dem Glas. Ich freu mich und Mama freut sich auch, obwohl sie auch ein bißchen traurig ist, weil es ja bei uns am Anfang so schwierig war mit dem Stillen und ich erst seit ein paar Monaten so richtig gut an der Brust trinken kann. Aber dafür, dass keiner gedacht hätte, dass ich überhaupt noch an der Brust trinken kann, nachdem ich zuerst die Flasche hatte, haben wir es ganz schön lange geschafft! Da sind wir echt stolz drauf!

So, Sara, dann leg mal nach, bin gespannt, was du als Nächstes anstatt Mamimilch zu essen kriegst!

 

Eure Obst-Mia

 

Grenzen werden überschritten

Heute hatte ich viel Spaß mit Mama. Zuerst hab ich auf meiner Decke gesessen und gespielt, während Mama was an ihrem großen grauen Kasten gemacht hat. Das wurde mir aber bald zu langweilig, also hat Mama unser Liederbuch rausgeholt und mit mir gesungen. Ich hab eins von meinen Kinderbüchern bekommen, damit ich auch ein Buch habe, in dem ich blättern kann, aber das wollte ich nicht. Ich wollte ein Erwachsenenbuch haben, bei dem die Seiten so schön knistern. Also hat Mama mir einen alten Katalog gegeben. Den habe ich nach Babyart ordnungsgemäß zerfleddert. Das hat Spaß gemacht.

Während Mama noch schön gesungen hat, wurde mir das mit dem Katalog schon wieder langweilig und ich hab mir überlegt, dass ich meine Umgebung doch noch ein bißchen genauer unter die Lupe nehmen könnte. Damit hatte ich gestern schon angefangen. Ich bin also von meiner Decke, die an der Couch lag, zur Tür gerutscht (wir erinnern uns-krabbeln kann ich noch nicht richtig). Da ist genau auf meiner Augenhöhe so ein kleines graues Kästchen an der Wand. Das hat so ein rundes Loch, in dem zwei kleine Löcher sind. Mensch, ist das interessant, da muss ich immer meine Finger reinstecken. Mama beobachtet das immer ganz genau, wenn ich da sitze und sobald meine Hand auch nur die Umrandung des Kästchens berührt, sagt sie ganz laut und streng “Mia, nein!” Da zucke ich dann immer ein bißchen zusammen, hab ich doch in meinem Entdeckerdrang ganz vergessen, dass Mama auch noch da ist. Und schuldbewusst gucken muss ich auch, ich weiß ja, dass ich da nicht dran soll. Mama sagt, dann macht es “Pitsch” und meine Hand tut gaaaanz weh. Manchmal gucke ich Mama auch an, bevor ich an das Kästchen gehe. Das sieht für sie immer so aus, als wolle ich fragen “Jetzt? Darf ich jetzt endlich da dran?”, dabei will ich nur gucken, ob sie guckt. Aber sie guckt wirklich immer und  sagt jedesmal nein…

Das Kästchen-Nein-Spiel wurde mir dann zu dumm und ich hab mir überlegt, dass unsere Wohnung ja nicht nur aus dem Wohnzimmer besteht, in dem ich immer spiele. Mama hat mich ja auch schonmal in die Küche getragen und ich durfte beim Kochen zugucken. Deshalb wollte ich mal gucken, was heute so in der Küche los ist und hab mich auf den Weg gemacht. Unterwegs ist mir aber das Schuhregal begegnet. Schuhe finde ich im Moment total faszinierend, wenn irgendwo ein Schuh rumliegt, muss ich ihn sofort genauestens begutachten. Und in dem Schuhregal standen viiiele Schuhe. Ich hab mir allerdings nur die gekrallt, die ich am besten erreichen konnte. Das waren Papas Schuhe, die er auf dem letzten Wacken anhatte. Blöd für Mama ist daran jetzt, dass keiner es für nötig gehalten hat, die alten Dinger nach der Schlammschlacht, die auf dem Wacken immer stattfindet, wieder sauberzumachen. Ich hab den Dreck schön im Flur verteilt. Natürlich nachdem Mama gesaugt und gewischt hatte.

Und so hatte ich, ohne dass ich es groß beachtet habe, die Grenze zwischen Wohnzimmer und Flur überschritten. Das war mir dann doch etwas mulmig und ich hab Mama gerufen, damit sie mich holt. Das hat sie dann auch gemacht und nachdem sie mich ein paar Mal in die Luft geworfen und wieder aufgefangen hatte, hat sie mich wieder auf meine Decke gesetzt. Da bin ich dann auch lieber erstmal geblieben.

Eure Entdecker-Mia

Winken, Klatschen und Schlafen

Seit letzter Woche kann ich zwei neue Sachen: Ich winke -meist mit meiner linken Hand- und ich klatsche. Das Winken mache ich aber immer dann, wenn ich Lust dazu habe und nicht, wenn jemand kommt oder geht. Und das Klatschen klappt auch noch nicht ganz richtig, ich verfehle meine Hände noch oft dabei. Aber das macht mir nichts aus, ich strahle und lache trotzdem wie ein Honigkuchenpferd dabei.

Außerdem haben Mama und Papa festgestellt, dass ich auch alleine einschlafen kann. Bisher konnte ich nur einschlafen, wenn Mama oder Papa irgendwie neben mir lagen. Am besten ging das natürlich im großen Bett, aber ich konnte auch schlafen, wenn ich in meinem Bett lag und jemand im großen Bett lag und auf mich aufgepasst hat.

Das wollte Papa auch vor ein paar Tagen wieder so machen. Nachdem er mir meine Geschichte vorgelesen hatte, ist er aber noch mal kurz raus um mein Trinken und meine Kugeln zu holen. Und als er wieder kam, war ich schon im Land der Träume. Da wollte Mama mal sehen, ob das beim Mittagsschlaf am nächsten Tag auch so gut klappt. Und siehe da: es ging. Nun werde ich immer zum Einschlafen allein gelassen und meist schaffe ich das auch ganz gut. Vor allem, weil ich entdeckt habe, dass ich auf dem Bauch viel besser schlafen kann. Mama ist davon aber nicht so begeistert wegen meiner Bradykardie damals, aber bis jetzt ist ja alles gut gegangen.

Meine Eltern sind auf jeden Fall wieder ganz stolz auf mich.

Eure Winke-Klatsch-Mia

PS: Habe auch gleich als der Papa nach Hause kam ihm Applaudiert, das fand der Papa ganz toll.

Nach vorn über den Popo

Seit ein paar Tagen habe ich entdeckt, wie ich doch nach vorne komme, da ich mich ja sonst immer rückwärts bewegt habe. Ich kann jetzt auf meinem Popo rumrutschen und komme meist dann auch dorthin, wo ich hin will. Das ist super und klappt bis jetzt besser. als meine Krabbelversuche, die ich aber auch noch immer unternehme, um noch schneller vorwärts zu kommen.

Langsam müssen meine Eltern nun anfangen, ihre Sachen, an die ich nicht dran soll, in Sicherheit zu bringen. Ich bin nämlich ab jetzt wirklich nicht mehr da, wo man mich hingesetzt hat, bevor man wegging!

Eure Popo Mia