Archiv für den Monat: September 2008

Ich hab was Neues!

Am Samstag haben Mama und Papa mich eingepackt und sind mit mir zu einem Möbelhaus gefahren. Dort haben wir erstmal Mittag gegessen und sind ein bißchen rumgeschlendert

Dann waren wir endlich in der Babyabteilung und ich habe sofort meine Kinderzimmermöbel wiedergefunden. Möbel wollten wir aber anscheinend nicht kaufen, der Einkaufswagen, in dessen Kindersitz ich verfrachtet worden war, wurde weitergeschoben.

Und zwar genau bis zu den Kinderwagen. Das hat mich etwas verwundert, mein Wurmwagen für draußen ist doch ganz toll. Oder sollte Papa bei einer genaueren Betrachtung herausgefunden haben, dass er kaputt ist und sich deshalb manchmal schlecht zusammenklappen lässt?

Nachdem ich mit meinen Überlegungen bis hierher gekommen und damit keinen Schritt weiter war, beschloss ich, mich mal nach meinen Eltern umzusehen und die zu fragen, was das soll. Gesagt, getan. Und was sehe ich? Die gucken sich was ganz Anderes an!

Die Beiden standen nämlich vor den Autositzen für Große. Ok, für Halbgroße. Schon gut, schon gut, für Viertelgroße. Es gibt da ja die Babyschalen für Achtelgroße, einen Sitz für Viertelgroße (also für mich), einen weiteren für Halbgroße (das sind Kindergartenkinder) und eine Sitzerhöhung für Große (das sind Schulkinder).

Zurück zur Sache. Mama und Papa war ja schon länger aufgefallen, dass meine Babyschale langsam aber sicher zu klein für mich wird, denn mein Kopf wanderte immer weiter Richtung Oberkante. Meine Füße gucken ja schon länger unten raus, aber das ist nicht so schlimm. Aber nun musste man mich schon ganz genau richtig hinsetzen, damit mein Kopf nicht bündig an die Oberkante anschließt und das hat Mama dazu veranlasst, dem Papa ein bißchen Beine zu machen und die Besorgung meines Sitzes Prio 1 werden zu lassen. Vorher stand da nämlich der Anschluss von Papas neuestem Spielzeug. Das war dann Prio 2, was mittlerweile aber auch erledigt ist. Prio 3 ist das Anbringen meines Regals im Kinderzimmer, das muss aber noch warten. Ich schweife wieder ab…

Es kam eine nette Verkäuferin vorbei und hat Mama und Papa geholfen, mich in dem Sitz, den sie sich ausgesucht hatten, auf einem Demonstrationsautositz anzuschnallen. Das hat super geklappt. Es ging total fix, der Sitz passt mir und ich hab mich wohl gefühlt.

Leider war der Sitz nicht mehr auf Lager, so dass Mama und Papa sich entschlossen haben, das Ausstellungsstück zu nehmen. Da hat Papa noch ein bißchen gehandelt, so dass noch soviel Geld übrig war, dass zusätzlich ein Polster, das den Kopfraum kleiner macht und eine Tonne für meine Windeln gekauft werden konnten.

Ich habe jetzt also einen neuen Autositz, den MaxiCosi Priorifix. Angucken könnt Ihr Euch das tolle Teil hier:

http://www.maxicosi.com/maxicosi/productdetail.aspx?id=11

Ich habe ihn in anthrazit, passend zu unseren Autositzen (in rosa, wie der Papa wollte, gab´s den nämlich nur mit ein paar Wochen Lieferzeit).

Eure viertelgroße Mia

U6

Am Dienstag waren wir wieder bei Frau Doktor. Leider ging es mir da schon nicht so gut wie sonst, ich bin zum ersten Mal in meinem Leben außerhalb meines Rückens krank.

Ich wurde wie immer untersucht. Ich habe einen kleinen Infekt, mein Hals war etwas rot und ich kriege nicht so gut Luft durch meine kleine Nase wie sonst. Deshalb wurde ich von der Pieke, die ich eigentlich kriegen sollte, verschont – zumindest vorerst. Und ich hab ein Rezept gekriegt, wo Hustensaft und Nasentropfen draufstanden. Das soll Mama aber nur zur Vorsicht holen, falls es schlimmer wird. Mama sagt, es wird meistens abends oder am Wochenende schlimmer, deshalb holt sie die Medizin auch gleich.

Mama musste dann wieder erzählen, was ich alles kann und ich sollte auch was vorführen. Dazu hatte ich aber – wie immer- keine Lust. Nur zu “So groß ist die Mia” konnte ich mich überreden lassen, obwohl Frau Doktor das gar nicht sehen wollte. Sie war auf jeden Fall ganz erstaunt, dass ich schon so toll am Tisch entlanglaufe, wo sie doch nur wissen wollte, ob ich mich schon irgendwo hochziehe. Dann haben wir noch kurz über die Krankengymnastik gesprochen, da mache ich ja auch tolle Fortschritte und Frau Doktor wollte noch wissen, wann wir wieder nach Dortmund müssen. Das ist ja auch schon bald und Mama ist schon ganz gespannt, wie die Doktors da mich jetzt finden und ob die auch so zufrieden und stolz sind wie sie.

Jetzt hoffen wir aber erstmal, dass meine Erkältung schnell und problemlos wieder verschwindet. Wenn nicht, müssen wir nochmal zum Arzt und da hab ich eigentlich keine Lust drauf.

Eure kränkliche U- Mia

P.S. Meine Daten hat Mama vergessen: Ich bin 77 cm groß und 8.670 g schwer. Mein Kopf ist 46 cm dick. Und ich bin selbstredend altersentsprechend entwickelt. Frau Doktor sagt ja immer: “Macht sie supi die Dame.” Das find ich witzig.

Nach vorne immer, rückwärts nimmer

Habe ja ganz vergessen was zu bloggen. Ich sitze ja jetzt in meinem grünen Miawagen für draußen immer mit dem Gesicht nach vorne, so dass ich alles zuerst sehe und der Mama genau sagen kann, wohin sie mich fahren soll. :-)
Das macht mir eine Menge Spaß, hat aber auch einen großen Nachteil: ich sehe meine Mama und meinem Papa nicht mehr so gut und frage mich manchmal, ob die überhaupt noch da sind oder ob ich alleine durch die Gegend fahre.

Außerdem sagt Mama, dass sich der Wagen nicht mehr problemlos zusammenklappen lässt. Da muss der Papa mal gucken, was da immer hakt.

Eure Vorwärts-Mia

Premiere

Heute abend hatte meine Zahnbürste Premiere. Ich darf nämlich endlich verkünden, dass es In der Nacht von Freitag auf Samstag passiert ist:

Ich bin stolze Besitzerin einer Zahnspitze!

Mein rechter unterer Schneidezahn ist endlich durchgebrochen!

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass meine ganze Familie ob dieser Tatsache völlig aus dem Häuschen ist.

Mama ist so froh, dass es endlich soweit ist, dass sie sich noch nicht mal daran stört, dass sie mir jetzt mein erstes Paar Schuhe kaufen muss. Ich hab mir auch schon welche ausgesucht. Leider dauert es noch etwas, bis ich die kriege, denn ich habe gehört, dass ich mindestens 4 Wochen frei laufen können muss, bevor meine Füße in Schuhe gesteckt werden dürfen. Es bleibt also weiter spannend, wann ich wohl diesen nächsten Meilenstein erreiche.

Jetzt bin ich auch ein Säbelzahntiger!

Eure Zahn-Mia

Wie groß ist die Mia?

Das ist im Moment nach “Mia, gibst du der Mama ein Küsschen?” die beliebteste Frage bei uns zuhause.

Mama hat nämlich wieder angefangen, mich zu dressieren. Nach “Wie das Fähnchen” und “Backe backe Kuchen”, das ich mittlerweile perfekt beherrsche, ist jetzt “Wie groß ist die Mia?” dran.

Um mir das beizubringen, hat Mama erst immer nur ihre eigenen Arme hochgehoben und “Soooo grooooß” gesagt. Aber so richtig hab ich nicht geschnallt, was sie da von mir will. Sollte ich das einfach nur nachmachen, wie beim Fähnchen oder was? Nachdem ich lange genug verwirrt geguckt habe, hat sie meine Ärmchen hochgehoben und “Soooo grooooß” gesagt. Und weil ich so schön gegrinst habe hat sie´s gleich nochmal gemacht und “Und soooo staaark!” hinterhergeschoben.

Mittlerweile krieg ich´s ganz gut hin, zumindest einen Arm hochzuheben. Mama ist sich dann immer nicht sicher, ob ich wirklich “So groß ist die Mia” machen oder einfach auf was zeigen wollte, denn seit wir im Zoo waren, ist Zeigen und teilweise auch “Da” dazu sagen eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Also lass ich mich oft doch noch dazu überreden, beide Arme hochzunehmen und dann hat auch Mama endlich gerafft, was ich will und lobt mich wieder ganz viel.

Geht das mit dem Wachsen und Groß werden eigentlich schneller, je öfter man die Arme hochmacht oder wird man dadurch größer als man sonst eigentlich wäre? Ich glaube, das probier ich mal aus.

“Sooo groooß, sooooo groooooß, sooooooooo groooooooß!”

Eure große MIa

Letzte Woche…

… ist wieder viel passiert.

Am Dienstag waren Mama und ich bei Papas Patenkind Niklas, weil der Niklas Geburtstag hatte. 8 Jahre ist der schon alt geworden. Da habe ich dann auch noch Niklas`Oma und Opa und Onkel in echt kennengelernt. Die Stimmen kannte ich ja schon von der Zeit, als ich noch im Bauch war.

Jedenfalls waren alle erstaunt, wie groß ich geworden bin und was ich alles kann. Sie haben prognostiziert, dass ich richtig laufen kann, wenn wir uns das nächste Mal sehen, aber Mama wollte sich da nicht so recht drauf festnageln lassen.

Ich hatte wieder viel Spaß beim Niklas, weil ich zusammen mit ihm mit seinem Spielzeug spielen durfte. Das ist ja schon “Großen-Spielzeug”, das ist echt was Anderes als mein Eigenes.

Am Mittwoch war ich wieder beim Krankenturnen und die Frau Bein, die das immer mit mir macht, hat gesagt, wir hätten schon kleine Fortschritte gemacht. Ich kann jetzt besser sitzen und mein rechtes Beinchen halte ich auch nicht mehr so steif wie ganz am Anfang.

Mama hat mich auch in den letzten Tagen ein paar Mal dabei beobachtet, wie ich beim Krauchen (so nennt sie meine Fortbewegungsart) auch meine rechte Hand auf dem Boden hatte und dass mein rechtes Bein dabei zwar noch aufgestellt war, das Knie aber schon deutlich mehr Richtung Boden zeigte. Da war sie wieder stolz und hat mich gaaanz doll gelobt, wie sie das immer so macht, wenn ich was gut mache.

Am Donnerstag waren wir wieder in der Krabbelgruppe im Kindergarten und haben meine kleine Hand in Salzteig verewigt. Ich hätte beinahe alles kaputt gemacht, weil ich den Teig so interessant fand, dass ich meine Finger nicht ausgestreckt gelassen habe, sondern sie in den Teig gekrallt habe. Aber mit ein bißchen Hilfe haben wir es doch noch hingekriegt und mit ein bißchen Glück malen wir meine Hand in der nächsten Woche bunt an. Mama hat sich sogar schon Farben überlegt, aber die werden noch nicht verraten.

Am Samstag waren wir dann bei Oma und Opa, wo noch ein Baby zu Besuch war. Das ist genau eine Woche jünger als ich und steht auch schon gern in der Gegend rum. Das Baby heißt auch Sarah, allerdings mit “H” und hat genauso interessante Augen wie Sara und Johanna, nämlich blaue. Die fand ich so toll, da musste ich erstmal mit dem Finger reinpieken. Fand Mama nicht so lustig, da hab ich erstmal Schimpfe gekriegt. Aber die Sarah hat´s gelassen genommen. Die wohnt ja auch mit noch zwei anderen Kindern (die sind aber schon echt groß) und vielen Tieren zusammen, die kennt das wahrscheinlich schon, dass da einer ankommt und mal piekt.

Abends haben wir noch die Johannamama und ihre Familie besucht, weil die Johannamama jetzt auch alt wird. Will heißen, die hatte Geburtstag. Wir Kinder haben uns ein bißchen um die Spielsachen gekloppt, wobei ich am Anfang bessere Karten hatte, als Sara, weil Johanna mich nicht so oft sieht. Deshalb hatte ich “Gast-Status” und sie hat mir ihr Spielzeug, das ich toll fand nicht gleich weggerissen oder mich von ihrem Computer-Tisch weggeschubst, wie sie das mit Sara gemacht hat. Aber irgendwann hat sie mich erkannt und weil sie ja schon so toll laufen kann und so schnell ist, war sie immer schneller bei dem Spielzeug, das wir haben wollten, als wir gucken konnten. Tja, so ist das als Baby, wenn man sich gegen ein Kleinkind durchsetzen muss…

Eure Mia

Zahnbürste

Wenn Mama und ich diese Woche einkaufen gehen, um mein Essen zu kaufen, müssen wir ganz unbedingt auch eine Zahnbürste für mich mitnehmen.

Die Mama hat nämlich heute morgen, nachdem ihr schon seit ein paar Tagen aufgefallen ist, dass sich meine unteren Schneidezähne im Zahnfleisch nun weiß abzeichnen, ein bißchen in meinem Mund gefühlt und dabei bemerkt, dass es an meinem Zahnfleisch oben schon ganz spitz ist. Zwar ist das Zahnfleisch noch über dem Zahn, aber Mama denkt, dass es nun wirklich nicht mehr lange dauert, bis der Zahn endlich draußen ist und dann muss der ja auch sofort sauber gemacht werden, damit Karius und Baktus den nicht aufessen. Also steht die Zahnbürste ganz oben auf unserer Liste.

Dass der Zahn raus will, könnte auch meine Weinanfälle in der Nacht und meine Pöckchen im Windelbereich erklären.

Ich hab heute schon den ganzen Tag meine Finger im Mund, das fühlt sich so komisch an da drin.

Eure Zahn-Mia

Zoo

Endlich haben wir es geschafft! Wir sind zum Zoo gefahren und ich habe gaaaanz viiiiieeeleee neue und vor allem groooße Tiere gesehen: Nashörner, Giraffen, Kängurus, Otter, Fische, Affen, Rothirsche, Seelöwen, Panther, Vögel und und und. Ich kann gar nicht alle aufzählen.

Am besten haben mir allerdings die “Haustiere” gefallen. Also die Kaninchen, die Kuh Mina, die Edelziegen, das Schwein und die Esel. Ich war beim Opa auf dem Arm, als wir diese Tiere angeguckt haben und der hat mir erlaubt, eine Ziege und die Kuh anzufassen. Das fand ich toll, da musste ich ganz laut lachen. An der Kuh hat mir besonders gefallen, dass sie wie die Mama so schöne rote Haare hatte. Allerdings heißt das bei der Kuh Fell wurde mir erklärt.

Bevor es dann wieder anfing zu regnen, sind wir nach Hause gefahren. Ich hatte aber auch genug gesehen und hab auf der Rückfahrt und auch noch zuhause erstmal geschlafen. Deshalb bin ich für meine Verhältnisse auch erst spät ins Bett gegangen. Fast so spät, wie auf dem Parkfest.

Eure tierbegeisterte Mia

Am Donnerstag ist jetzt auch Krabbelgruppe

Am letzten Donnerstag hat die Mama mich in mein Wurmmobil für draußen gesetzt und ist mit mir zu einem Kindergarten bei uns in der Nähe gefahren. Da haben wir geklingelt und haben uns dann mit anderen Müttern und Kindern in der Gelben Gruppe getroffen. Alle haben sich zuerst auf den Bauteppich gesetzt und ein Begrüßungslied gesungen. Die Mamas haben von sich und ihren Kindern die Namen gesagt und was sie so machen. Das war nicht besonders abwechslungsreich, denn alle Mamas sind mit ihren Kindern zuhause und passen auf die auf. Ich bin irgendwie die Kleinste bzw. Jüngste dort. Die anderen Kinder können alle schon laufen. Aber das macht nichts, ich komme ja auch überall hin.

Danach haben wir ein bißchen mit dem tollen Spielzeug gespielt. Die haben da nämlich so eine Art Technikecke mit einem Telefon, einer Kasse und diesem Ding, mit dem Mama immer Buchstaben in den Fernseher von ihrem grauen Kasten macht. Da hab ich viel mit rumgespielt. Aber nächstes Mal darf ich das wohl nicht mehr, denn als wir wieder zuhause waren, wollte ich weiterspielen und ich konnte gar nicht verstehen, warum Mama das nicht wollte. Im Kindergarten durfte ich das schließlich auch und sie darf ja sowohl im Kindergarten als auch zuhause mit dem Telefon und dem Tippding spielen. Das ist echt ungerecht.

Naja, dafür hat Mama meine Hand und meinen Fuß mit Farbe angemalt und auf ein Blatt Papier gedrückt. Da konnte man auf einmal wirklich meine Hand und meinen Fuß drauf sehen. Ich hab ein bißchen mit der Farbe rumgematscht und deshalb waren meine Hose und mein T-Shirt danach ein bißchen dreckig. Aber Mama sagt, das passiert, wenn man im Kindergarten ist.

Am Schluss haben wir wieder auf dem Bauteppich gesessen und ein Abschiedslied gesungen, das kenn ich schon aus der anderen Krabbelgruppe, aber da singen wir es ein bißchen anders.

Nächste Woche geh ich da wieder hin und da matschen wir mit salzigem Teig.

Eure Krabbel-Mia

Mein erstes richtiges Parkfest

Am letzten Wochenende war ja nun endlich das Parkfest, das ich letztes Jahr schon besucht habe, als ich noch im Bauch war und von dem der Papa mir so vorgeschwärmt hat.

Am Freitag bin ich mit der Mama zusammen zum Park gefahren und schonmal durchgelaufen, weil wir den Papa am Marktplatz abholen wollten. Als der dann endlich da war, ging´s los. Ich freute mich, endlich richtig durch den Park geschoben zu werden und alle Attraktionen und Sehenswürdigkeiten bestaunen zu können. Aber nix da, sofort am Eingang musste Mama anhalten und eine Kartoffel essen. Ich hab auch was abgekriegt, aber es hat mir nicht so toll geschmeckt. Dann sind wir aber losgelaufen und haben schonmal Heike und Sara und den Johannes aus der Krabbelgruppe mit seiner Mama getroffen. Ich hatte aber Hunger, also haben wir uns erstmal wieder getrennt. Am späteren Abend sind wir aber doch wieder zusammengetroffen und wir Kleinen wurden durch die Menschenmasse geschoben. Ich bin irgendwann furchtbar müde geworden und während Fury in the Slaughterhouse ihr vorletztes Konzert gegeben haben, bin ich einfach eingeschlafen und auch beim Ins-Auto-packen nicht richtig aufgewacht.

Am Samstag waren wir erst bei Oma und Opa Grillen, wo ich als Nachtisch ganz viel Eis von meiner Tante Anna naschen durfte und danach sind wir bei der Johannaoma vorbeigefahren, wo die Mama von der Saramama ein komisches Stoffteil bekommen hat. Zuhause hat sie sich das umgeschnallt und mich reingesetzt. Erst mit dem Gesicht zu sich, das fand ich ja schon lustig, weil ich da immer an ihrer Kette und so rumspielen konnte und dann hat sie mich wieder rausgenommen und umgedreht, so dass ich alles so sehen konnte, wie Mama und Papa das auch sehen. Das war noch toller. Und weil mir das so gut gefallen hat, haben Mama und Papa beschlossen, dass der Kinderwagen im Auto bleibt, weil es so schwierig war, damit durch den Park zu kommen. Als wir die Sara mit ihrem Papa getroffen haben, hat die in ihrem Tragetuch auch geschlafen. Nur die Johanna, die ganz spät erst dazugestoßen ist, ist aus der Reihe getanzt. Die wurde nämlich den ganzen Tag schon im Babybjörn (so heißt das Gestell) rumgeschleppt und musste den Abend im Buggy verbringen, weil ihre Eltern schon einen ganz müden Rücken hatten vom vielen Tragen.

Am Sonntag sind wir erst am Nachmittag in den Park gegangen, obwohl da schon morgens tüchtig was los war wegen dem Hobby- und Künstlermarkt, wo auch die Johannaoma was verkauft hat. Da bin ich mit der Oma losspaziert und Mama und Papa sind alleine weggegangen. Als wir uns wiedergetroffen haben, hatten die Beiden schon wieder was gekauft. Erst wollte ich schimpfen, aber dann habe ich gesehen, dass das eigentlich alles für mich bzw. wegen mir gekauft wurde. Sie haben nämlich ein paar süße Waschlappen mitgebracht, auf denen die Maus oder der Elefant aus dem Fernsehen drauf ist und ein neues Türschild, damit auch alle wissen, wer bei uns wohnt. Da stehe ich jetzt auch mit drauf. Wenn ich doch noch ein Geschwisterchen kriege, wovon Papa felsenfest überzeugt ist, Mama aber immer kräftig dagegenhält, müssen wir schon wieder ein Neues kaufen, wo dann vier Igel drauf sind. Jetzt sind da erstmal nur drei Stück drauf und auf dem ersten waren nur zwei.

Als wir endlich wieder alle zusammen waren, hat Papa den Kinderwagen weggebracht und ich wurde in den Babybjörn gesteckt. Erst durfte ich nach vorne gucken, aber dann wurde ich sehr müde und Mama hat mich mit dem Gesicht zu sich hingesetzt und mich auch noch in den Arm genommen. Durch die ganzen Eindrücke und den Krach konnte ich nicht sofort schlafen und musste erst ganz doll weinen, aber weil Mama mich soviel gestreichelt, geküsst und lieb mit mir gesprochen hat, bin ich doch eingeschlafen. Als ich wieder wach war, hab ich was gegessen und war nun bereit für das große Feuerwerk. Darauf musste ich allerdings noch etwas warten. Erstmal haben wir uns wieder mit allen getroffen und haben was zu Essen gejagt. Aber dann war es endlich soweit. Ich war bei Papa im Babybjörn und auf einmal wurde es ganz ganz hell am Himmel. Das war viel heller als beim Lichterfest und ich musste die Augen ganz doll zu kneifen. Mama hat sich dann zu mir gestellt und meine Augen etwas abgeschirmt, aber das war auch nicht toll, denn nun konnte sie ja von dem Feuerwerk gar nichts mehr sehen. Also ist sie wieder weggegangen, aber das wollte ich nicht, ich hab angefangen zu weinen und meine Ärmchen nach Mama auszustrecken. Da hat sie mich auf den Arm genommen und ich musste mich erstmal ganz doll festhalten und ankuscheln. Aber dann hab ich mich wieder gut gefühlt und ich konnte das schöne Schauspiel am Himmel, das allerdings ziemlich kurz war dieses Jahr, entspannt genießen. Danach sind wir aber schnell nach Hause, alle waren müde, Sara hatte Hunger und wir wollten nur noch die Füße hochlegen.

Alles in allem kann ich sagen, dass es ein schönes, aber anstrengendes Parkfest war. Ich bin gespannt, wie es nächstes Jahr wird, denn dann bin ich ja schon wieder älter und größer und kriege noch mehr davon mit. Da kann ich hoffentlich auch schon ein bißchen besser sprechen als jetzt und meine Eltern wissen dann auch, was ich genau will. Ich weiß es ja jetzt schon: Einen Luftballon, wie Johanna hatte!

Eure Mia