Am letzten Wochenende war ja nun endlich das Parkfest, das ich letztes Jahr schon besucht habe, als ich noch im Bauch war und von dem der Papa mir so vorgeschwärmt hat.
Am Freitag bin ich mit der Mama zusammen zum Park gefahren und schonmal durchgelaufen, weil wir den Papa am Marktplatz abholen wollten. Als der dann endlich da war, ging´s los. Ich freute mich, endlich richtig durch den Park geschoben zu werden und alle Attraktionen und Sehenswürdigkeiten bestaunen zu können. Aber nix da, sofort am Eingang musste Mama anhalten und eine Kartoffel essen. Ich hab auch was abgekriegt, aber es hat mir nicht so toll geschmeckt. Dann sind wir aber losgelaufen und haben schonmal Heike und Sara und den Johannes aus der Krabbelgruppe mit seiner Mama getroffen. Ich hatte aber Hunger, also haben wir uns erstmal wieder getrennt. Am späteren Abend sind wir aber doch wieder zusammengetroffen und wir Kleinen wurden durch die Menschenmasse geschoben. Ich bin irgendwann furchtbar müde geworden und während Fury in the Slaughterhouse ihr vorletztes Konzert gegeben haben, bin ich einfach eingeschlafen und auch beim Ins-Auto-packen nicht richtig aufgewacht.
Am Samstag waren wir erst bei Oma und Opa Grillen, wo ich als Nachtisch ganz viel Eis von meiner Tante Anna naschen durfte und danach sind wir bei der Johannaoma vorbeigefahren, wo die Mama von der Saramama ein komisches Stoffteil bekommen hat. Zuhause hat sie sich das umgeschnallt und mich reingesetzt. Erst mit dem Gesicht zu sich, das fand ich ja schon lustig, weil ich da immer an ihrer Kette und so rumspielen konnte und dann hat sie mich wieder rausgenommen und umgedreht, so dass ich alles so sehen konnte, wie Mama und Papa das auch sehen. Das war noch toller. Und weil mir das so gut gefallen hat, haben Mama und Papa beschlossen, dass der Kinderwagen im Auto bleibt, weil es so schwierig war, damit durch den Park zu kommen. Als wir die Sara mit ihrem Papa getroffen haben, hat die in ihrem Tragetuch auch geschlafen. Nur die Johanna, die ganz spät erst dazugestoßen ist, ist aus der Reihe getanzt. Die wurde nämlich den ganzen Tag schon im Babybjörn (so heißt das Gestell) rumgeschleppt und musste den Abend im Buggy verbringen, weil ihre Eltern schon einen ganz müden Rücken hatten vom vielen Tragen.
Am Sonntag sind wir erst am Nachmittag in den Park gegangen, obwohl da schon morgens tüchtig was los war wegen dem Hobby- und Künstlermarkt, wo auch die Johannaoma was verkauft hat. Da bin ich mit der Oma losspaziert und Mama und Papa sind alleine weggegangen. Als wir uns wiedergetroffen haben, hatten die Beiden schon wieder was gekauft. Erst wollte ich schimpfen, aber dann habe ich gesehen, dass das eigentlich alles für mich bzw. wegen mir gekauft wurde. Sie haben nämlich ein paar süße Waschlappen mitgebracht, auf denen die Maus oder der Elefant aus dem Fernsehen drauf ist und ein neues Türschild, damit auch alle wissen, wer bei uns wohnt. Da stehe ich jetzt auch mit drauf. Wenn ich doch noch ein Geschwisterchen kriege, wovon Papa felsenfest überzeugt ist, Mama aber immer kräftig dagegenhält, müssen wir schon wieder ein Neues kaufen, wo dann vier Igel drauf sind. Jetzt sind da erstmal nur drei Stück drauf und auf dem ersten waren nur zwei.
Als wir endlich wieder alle zusammen waren, hat Papa den Kinderwagen weggebracht und ich wurde in den Babybjörn gesteckt. Erst durfte ich nach vorne gucken, aber dann wurde ich sehr müde und Mama hat mich mit dem Gesicht zu sich hingesetzt und mich auch noch in den Arm genommen. Durch die ganzen Eindrücke und den Krach konnte ich nicht sofort schlafen und musste erst ganz doll weinen, aber weil Mama mich soviel gestreichelt, geküsst und lieb mit mir gesprochen hat, bin ich doch eingeschlafen. Als ich wieder wach war, hab ich was gegessen und war nun bereit für das große Feuerwerk. Darauf musste ich allerdings noch etwas warten. Erstmal haben wir uns wieder mit allen getroffen und haben was zu Essen gejagt. Aber dann war es endlich soweit. Ich war bei Papa im Babybjörn und auf einmal wurde es ganz ganz hell am Himmel. Das war viel heller als beim Lichterfest und ich musste die Augen ganz doll zu kneifen. Mama hat sich dann zu mir gestellt und meine Augen etwas abgeschirmt, aber das war auch nicht toll, denn nun konnte sie ja von dem Feuerwerk gar nichts mehr sehen. Also ist sie wieder weggegangen, aber das wollte ich nicht, ich hab angefangen zu weinen und meine Ärmchen nach Mama auszustrecken. Da hat sie mich auf den Arm genommen und ich musste mich erstmal ganz doll festhalten und ankuscheln. Aber dann hab ich mich wieder gut gefühlt und ich konnte das schöne Schauspiel am Himmel, das allerdings ziemlich kurz war dieses Jahr, entspannt genießen. Danach sind wir aber schnell nach Hause, alle waren müde, Sara hatte Hunger und wir wollten nur noch die Füße hochlegen.
Alles in allem kann ich sagen, dass es ein schönes, aber anstrengendes Parkfest war. Ich bin gespannt, wie es nächstes Jahr wird, denn dann bin ich ja schon wieder älter und größer und kriege noch mehr davon mit. Da kann ich hoffentlich auch schon ein bißchen besser sprechen als jetzt und meine Eltern wissen dann auch, was ich genau will. Ich weiß es ja jetzt schon: Einen Luftballon, wie Johanna hatte!
Eure Mia