Archiv für den Monat: Dezember 2008

Schwimmen

Dass da was im Busch ist, wusste ich schon länger. Mama und Papa haben immer was von speziellen Windeln für mich geredet und was sie alles mitnehmen wollen und wo sie hin wollen. Gestern war es dann soweit. Mama und Papa haben mich recht früh in den großen silbernen Wurmwagen gesteckt und hatten eine ganz große Tasche zusätzlich zu meiner Wickeltasche dabei.  Dann ging es los Richtung Oer-Erkenschwick. So heißt der Ort und dort gibt es ein Maritimo. Dort angekommen wurd ich in meine Schwimmwindel gesteckt, so heißt die spezielle Windel nämlich und die ist ganz farbig. Mama und Papa haben sich dann auch ihre Schwimmwindel angezogen, die aber Badehose und Badeanzug heißt, hat Mama mir gesagt. Das Ganze haben wir in einer großen Umkleidekabine gemacht, in einer Familienumkleide. Die ist ein Stück größer als die normalen Umkleidekabinen. Dann ging es auch schon weiter an zwei ganz großen Badewannen vorbei erstmal ab unter die Dusche und dann in einen Raum mit vier mittelgroßen Badewannen, aber ich fand die immer noch riesig. Dann wurde ich von meinem Handtuch-Poncho befreit und es ging in die kleinste Badewanne, in der ich am Rand noch sitzen kann, in der Mitte aber nicht mehr.
Ich wusste erst gar nicht, was ich von der Badewanne halten sollte, da ich ja gerade erst geduscht hatte und ja eigentlich super sauber war. Deswegen war ich sehr skeptisch und konnte mich nicht richtig freuen.
Dann ging es auch aus dem Wasser raus und der Papa hat mir Kekse und Obst gegeben, während die Mama in der größeren Wanne ein paar Runden geschwommen ist und immer an den Rand kam, um mir und dem Papa zu winken. Sie hatte viel Spass, das habe ich ihr angesehen. Die Mama kam aus dem Wasser und hat den Papa abgelöst, damit er auch mal schwimmen kann. Dann ging der Papa in die Wanne und kam auch öfters an den Rand und hat mir zugewunken. Auch er hatte viel Spass. Da ist mir klar geworden, was das Ganze da soll, es soll spass machen und nicht sauber wie sonst das Baden. Danach ist dann der Papa mit mir noch mal die kleinere Wanne gegangen, die dann auch wärmer war als vorher und die Mama hat Fotos gemacht und es hat mir dann auf einmal sehr viel Spass gemacht.

Schwimmen
Schwimmen

Als die Mama dann auch noch ins Wasser gekommen ist, war mein Spass unendlich groß, ich wollte gar nicht mehr raus aus dem Wasser. Später sind wir dann aber doch dort raus und in ein ganz großes Becken mit Höhle gegangen. Das Wassser dort war megatief, ich konnte dort gar nicht mehr stehen wie im anderen Becken. Dort haben Mama, Papa und ich ganz viele tolle Sachen gemacht, es war ein Riesenspass. Dann war es schon recht spät geworden und Mama hat mich wieder abgeduscht und Papa hat mich und sich angezogen, die Mama ist kurze Zeit später gekommen, weil sie sich auch abduschen musste und hat sich auch angezogen.

Dann ging es wieder nach Hause, aber ich habe nicht viel mitbekommen, da ich sehr müde war und im Auto geschlafen habe.

Eure Schwimm-Schwimm
Mia

Treppe rauf

Oma und Opa V. haben gestern festgestellt, dass sie vor ihre Treppe nun ein Gitter machen müssen. Schon seit ein paar Wochen will ich ja immer mit, wenn jemand nach oben geht. Meistens muss ich aber unten bleiben. Gestern wurde mir das dann zu blöd. Papa ist wieder nach oben gegangen ohne mich mit zu nehmen. Da hab ich´s ihm aber gezeigt! Ich habe angefangen, alleine die Treppe hochzugehen. Vier Stufen habe ich geschafft. Leider gibt es davon keine Fotos, weil alle viel zu perplex waren, dass ich das auf einmal kann.

Aber anscheinend sehe ich nur Omas und Opas Treppe auch als solche an, denn als ich heute nach dem Einkaufen mit Mama unsere Treppe hochgehen sollte, wusste ich gar nicht, was sie von mir will. Aber ich bin sicher, das kommt noch.

Eure Mia

Mein zweites Weihnachtsfest

Am Mittwoch begann mein zweites Weihnachtsfest. Am Tag vorher kam wieder ein Baum in unsere Wohnung und mein Laufstall wurde abgebaut, weil da, wo der stand, der Baum hin sollte. Mama und Papa haben ganz viele Lichter und Kugeln an den Baum gehängt. Als ich im Bett war, haben sie viele Geschenke eingepackt.

Mittwoch abend kamen dann Oma und Opa V. und meine Tante Anna zum Essen. Wie letztes Jahr gab es Raclette. Mit dem Unterschied, dass ich diesmal auch mit am Tisch saß, meinen eigenen Teller und meine eigene Gabel hatte. Logischerweise bekam ich auch mein eigenes Pfännchen. Viel habe ich zwar nicht gegessen, weil alles so aufregend war, aber das bißchen hat mir gut geschmeckt.

Nach dem Essen haben Anna und Mama uns anderen aus dem Wohnzimmer geschmissen. Wir mussten draußen im Flur warten. Die Beiden haben eine Ewigkeit im Wohnzimmer rumgekruschtelt. Dem Christkind helfen, nannte Papa das. Und dann war es soweit, eine helle Glocke erklang und Papa öffnete die Tür. Da stand er nun, unser Baum, hell erleuchtet und viele Kerzen brannten. Unter dem Baum lagen ganz viele Geschenke und alle sahen sehr glücklich aus.

Ich durfte mit Papa auf der Couch sitzen und Mama hat mir die Geschenke, die das Christkind gebracht hat, hingelegt. Papa hat mir mit dem Auspacken ein bißchen geholfen und so kam als erstes ein süßer Stoffhund, der Nino, zum Vorschein. Den hab ich gleich so lieb gehabt, dass ich ihn sofort abknutschen musste.

Ich und der Nino

Danach hab ich eine Kiste mit DuploLego ausgepackt. Das fand ich auch toll, zum Nikolaus hatte ich ja schon die Bauernhoftiere gekriegt und jetzt hatte ich auch viele Steine dazu.  Außerdem hab ich von Mama und Papa ja noch das Babyphon gekriegt, das wir schon länger in Gebrauch haben.

geschenke

Von Tante Anna hab ich einen Winnie-Puh-Geschichtenerzählbär bekommen. Für den bin ich allerdings noch etwas zu klein, ich will immer auf die Knöpfe drücken, während der erzählt und das darf man wohl nicht. Bis ich das verstehe, muss der Bär erst noch ein bißchen schlafen.

Von Oma und Opa hab ich auch ein Päckchen bekommen und da war neben einem Schlafanzug für mich etwas drin, was ich nicht so recht verstanden habe, nämlich Anziehsachen, die für mich viel zu klein waren. Aber dann hab ich´s kapiert, denn Mama schob einen kleinen Kinderwagen mit einer Puppe drin unter dem Baum hervor. Für die Puppe sind die Anziehsachen. Ich war ganz glücklich und habe voller Stolz den Wagen vor mir her geschoben.

Am nächsten Tag sind wir nach meinem Mittagsschlaf zu Oma und Opa O. gefahren, wo auch schon meine Tante Anke war. Da stand auch ein Baum und da lagen Geschenke drunter. Nach dem Essen durfte ich die auspacken. Oma und Opa haben mir eine viel größere Kiste LegoDuplo geschenkt und von Tante Anke hab ich noch so ein Ergänzungsset mit Steinen gekriegt. Jetzt kann ich richtig los legen mit Bauen! Außerdem hab ich noch ein Märchenbuch über einen kleinen Elefanten ausgepackt. Das will ich bald mal vorgelesen kriegen, wenn ich nicht mehr so große Lust habe, die Seiten da rauszureißen.

Gestern waren wir dann nochmal bei Mamas Eltern zum Abendessen und dann war Weihnachten auch schon wieder vorbei.

Mir hat es auf jeden Fall besser gefallen als letztes Jahr, weil ich dieses Jahr viel mehr Spaß mit meinen Geschenken hatte. Ich hoffe, euer Weihnachten war genauso schön.

miabaum
miabaum2

Eure Mia

Nr. 7 und Nr. 8

Bei meinen Zähnen gibt es im Moment anscheinend keinen Stillstand: Am Wochenende hat Mama ja Nummer 7 entdeckt, das ist der Backenzahn oben links. Da guckt allerdings nur eine ganz kleine Spitze raus, also richtig da ist er noch nicht.

Und was fühlt sie gestern? Meinen dritten Schneidezahn oben links! Der ist schon richtig gut zu fühlen, weil er schon ganz schön weit rausguckt.

Auf der rechten Seite arbeite ich auch  an weiteren Zähnen. Im Schneidezahnbereich ist es schon sehr hart und am Backenzahn hat sich schon diese Tasche gebildet, von der Mama beim unteren Zahn dachte, es wäre eine Eiterblase und ich müsste zum Arzt. Aber der Zahndoktor hat ihr erklärt, dass die Zähne alle in einer Tasche wachsen, die mit Flüssigkeit gefüllt ist und das kann man fühlen. Wenn der Zahn dann draußen ist, bildet sich die Tasche zurück.

Bei diesem ganzen Zahnen wundern sich Mama und Papa, warum ich so gut schlafe. Seit der Nacht von Dienstag auf Mittwoch habe ich nämlich nicht mehr in Mamas und Papas Bett geschlafen, sondern in meinem eigenen. Das hat Mama und Papa zwar viel Überredungskunst gekostet und mich ganz schön viel Weinen, aber jetzt gefällt´s mir ganz gut in meinem Bett in meinem Zimmer.

Eure Mia

Mach mal aaaaahhhhh!

Heute morgen war es soweit: Wir sind zum Zahndoktor gefahren. Dort angekommen, mussten wir erst mal ne ganz schön lange Weile warten. Ich hatte schon alle Kinderbücher dort ausgelesen, den Spiegel und die Glastür mit Fingertappsern verziert und war gerade dabei, mich an die Erwachsenenlektüre zu machen, als wir endlich aufgerufen wurden.

Zuerst hat sich Mama auf den komischen großen Stuhl gesetzt und sich vom Doktor in den Mund gucken lassen. Der hat sich noch so kleine Bildchen von Mamas Zähnen angeguckt und entschieden, dass er mal wieder ein paar Neue machen will. Also hat Mama so ein rundes Gerät an ihr Gesicht gekriegt und wir anderen mussten alle raus gehen. Auf den Bildchen hat der Doktor dann außer der einen Sache, die schon vor meiner Geburt entdeckt wurde, noch eine Kleinigkeit gefunden, die ihm nicht gefällt und die er wieder schön machen will. Das machen wir nächstes Jahr, da muss ich dann wieder bei Oma und Opa warten bis Mama fertig ist.

Dann war der Papa dran. Bei ihm hat der Doktor auch ganz genau mit einem Spiegel in den Mund geguckt und mit einer Düse Luft reingepustet. Bei Mama hat er das wohl auch gemacht, aber das konnte ich nicht gut sehen, weil Papa mit mir auf einem Stuhl an der Wand gesessen hat. Mama ist mit mir auf dem Arm hinter den Doktor gegangen, so hatte ich freie Sicht. Dann hat der Doktor dem Papa noch einen Stein vom Zahn gemacht. Das hat ein ganz ekliges qietschiges Geräusch gemacht, das mochte ich nicht. Der Papa hat auch eine Kleinigkeit, die wieder schön gemacht werden muss, das machen wir auch nächstes Jahr.

Und dann war ich endlich dran. Ich wurde auf Papas Schoß gesetzt, der Doktor hat seine Hände mit so eklig schmeckendem Zeug eingesprüht und wollte mit seinem Finger in meinen Mund. Da hab ich erst verdutzt geguckt und wollte das nicht mit machen. Bevor ich das ganz doof finde und weine, ist Mama eingefallen, dass ich immer schön den Mund aufmache, wenn sie mit der Zahnbürste kommt. Also hat sie dem Doktor gesagt, er soll mal seinen Spiegel zur Hand nehmen. Und siehe da, mein Mund ging auf und er konnte meine Prachtbeißer bewundern. Oben links kommt auch schon ein Backenzahn, das hatte Mama ja gestern schon gefühlt.

Der Doktor war sehr zufrieden mit mir, weil ich meine Zähne so schön putzen lasse und mit Mama und Papa, weil sie so darauf achten, dass die Zähne geputzt werden, dass ich nicht zuviel Saft trinke (wegen der Säure) und mir nicht zuviel Süßes geben.

Nur den Nucki, den ich ja schon nur noch zum Schlafen oder wenn es mir schlecht geht, brauche, sollen sie mir sobald es geht nicht mehr geben, weil der einen offenen Biss macht. Mama weiß, wie das ist, die hatte das auch als Kind, das war nicht schön, sagt sie.

Jetzt habe ich beim Zahndoktor auch schon meine eigene Patientenkarte.

Eure Mia

Nr. 6

Am Dienstag abend hat Mama meinen 6. Zahn gefunden. Es ist wieder ein Backenzahn, diesmal auf der rechten Seite, da wo Mama schon länger dachte, dass da was kommt und es kam und kam nichts.

Ich kann schon richtig gut kauen mit meinen Beißerchen, letztens hab ich Schnitzel und Kotelett gegessen.

Am Montag gehen wir alle zum Zahndoktor. Mama und Papa waren da ja schon oft, ich aber noch nie. Und jetzt soll der mich und meine süßen Zähnchen auch mal kennenlernen. Ich bin gespannt wie er die findet.

Eure Mia

Milchfee #3

Errinnert ihr euch noch an das hier ?
Mama und Papa hatten ja mit dem Experiment Milch aufgehört, weil ich später immer viel Milch raus laufen lassen habe. Heute morgen hat Papa mir nach dem Frühstück wieder Milch gegeben, aber diesmal aus meiner normalen Trinkflasche und nicht wie damals aus meiner alten Trinkflasche. Und ich habe heute über 100ml Milch selber getrunken und es ist so gut wie nichts daneben gegangen, weil die Milch ja auch so gut geschmeckt hat. Dass ich damals so viel rauslaufen lassen habe, lag an dieser alten Trinkflasche, darauf hätten Mama und Papa ja mal eher kommen können.

Nach dem Milchtrinken sah ich auf jeden Fall wieder aus wie eine Milchfee.

Eure Milchfee
Mia

Aus der Flasche

Seit zwei Wochen trinke ich nun alleine aus meiner Flasche und das begann so :

Vor zwei Wochen und zwei Tagen waren wir alle bei der Sara zu Besuch und haben dort alle gespielt, also Johanna,Sara und ich. Naja unsere Eltern waren auch noch da und noch ein paar Andere. Dabei habe ich mir genau die Johanna angeschaut, wie sie aus ihrer Flasche trinkt und der Johannapapa wollte es mir auch noch zeigen wie das genau geht, aber es gab ja so viel Anderes zu schauen und zu spielen, so dass es mir an dem Abend zu langweilig war. Am nächsten Tag war mir dann aber zuhause langweilig und ich wollte das, was der Johannapapa mir gezeigt hat, mal ausprobieren. Mit Mamas Hilfe hat das auch sehr gut geklappt. Und seitdem trinke ich fast immer alleine aus meiner Flasche. Nur nachts helfen mir Papa und Mama noch.

Schlafen

Gestern ist ein großes Experiment gestartet:

Mia schläft in ihrem eigenen Zimmer.

Das Zimmer kenne ich ja eigentlich nur vom Wickeln und Wäsche aufhängen. Gestern mittag hat Mama mich in das Reisebett gelegt, dass das stand und mir meine Schlaflieder vorgesungen. Das musste sie ganz oft machen, weil das Bett und das Zimmer so ungewohnt waren. Aber dann hab ich eine ganze Stunde da drin geschlafen, so wie ich das im Schlafzimmer auch mache.

Gestern abend hat Papa mich auch in das Reisebett gelegt, auch wenn ich abends erstmal weiter im Schlafzimmer schlafen sollte. Aber er dachte sich, probieren kann man es ja mal. Ich bin sehr schnell eingeschlafen, aber nach einer Stunde war ich wieder wach und wollte nicht mehr alleine schlafen. Ich hab soooo doll geweint, dass ich nochmal ins Wohnzimmer durfte, was eine absolute Ausnahme war´, und dann bin ich mit Mama und Papa ins Bett gegangen. Da hab ich dann sehr gut geschlafen.

Heute mittag bin ich ganz schnell in meinem Zimmer eingeschlafen, Mama hatte noch gar nicht alle Lieder gesungen, und ich hab etwas über eine Stunde geschlafen.

Und heute abend war der Papa im Kino und die Mama hat mich ins Bett gebracht. Natürlich wieder in meinem eigenen Zimmer. Und was soll ich sagen, ich schlafe dort seit 19.40 Uhr, war nur einmal wach, weil ich Durst hatte und träume nun, dass ich hier blogge.

Mama und Papa fühlen sich ganz komisch, weil sie gleich ins Bett gehen werden und ich bin nicht da. Aber da müssen sie jetzt durch!

Eure verträumte Mia