Archiv für den Monat: Januar 2009

Kirche für Kleine

Heute haben wir es endlich mal wieder geschafft, zum Kleinkindergottesdienst zu gehen. Das ist, wie der Titel dieses Beitrags schon sagt, Kirche für kleine Leute. Da sind ganz viele Kinder mit ihren Eltern, es wird gesungen, gebetet und man hört sich eine Geschichte aus der Bibel an. Das Ganze findet unten im Pfarrsaal statt, wo wir nach meiner Badestunde lecker gegessen haben.

Ich durfte meine neuen Schuhe anziehen und bin die ganze Zeit im Saal rumgelaufen. Ich hab Johanna, Sara und ihre Eltern besucht- wobei ich mich mal wieder beim Johannapapa versteckt habe und Mama mich sogar gesucht hat-, wollte den anderen Kindern ihr Spielzeug weg nehmen, bis Papa mir den Nino aus dem Auto geholt hat und bin eifrig auf dem Konzeptpapier von der Johannaoma rumgelaufen. Die leitet den Gottesdienst für Kleine nämlich zusammen mit der Petra. Zu der bin ich sogar auf den Schoß geklettert, obwohl ich die nicht so gut kenne wie die Johannaoma und zu der wollte ich heute am Anfang gar nicht, obwohl die zu mir auch immer so lieb ist.

Irgendwann sind wir dann nach oben in die Kirche, wo der Gottesdienst für Große noch in vollem Gange war. Da sollte ich doch tatsächlich wie Johanna und Sara und alle anderen Kinder artig in der Bank sitzen bleiben und nur gucken. Das war mir aber zu langweilig und ich habe mich lauthals beschwert. Aber ich musste bei Mama und Papa bleiben, denn die Erwachsenen und auch ein paar Kinder sind nun nach vorne zum Altar gegangen und haben Brot bekommen. Ich hab kein Brot gekriegt, der Pastor hat nur ein Kreuz auf meine Stirn gemalt. Dafür hat Mama sogar meine Mütze abgenommen, damit er auch gut trifft, denn die Mütze rutscht mir ja gerne mal in die Augen.

Und danach ging es endlich los. Ich hab wieder Radau gemacht und Mama ist mit mir aus der Bank und hat mich laufen lassen. Ich bin durch die ganze Kirche spaziert, während die Gemeinde gesungen und gebetet hat. Das Singen hat mir schon unten so gut gefallen, dass ich mitgeklatscht habe. Das habe ich dann auch wieder gemacht und Papa fand es zuckersüß. Na also, hab ich ihn mal wieder problemlos um den Finger gewickelt.

Ich wollte auch noch gern zum Pastor hoch, um ihm richtig Hallo zu sagen, immerhin kennen wir uns ja auch schon quasi so lange ich lebe, aber ich hab´s nicht schnell genug die Treppen rauf geschafft. Denn während ich noch überlegte, wie ich das am Besten anstellen soll, hat Mama mich gepackt und mich zum Schlussgebet wieder in die Bank geschlört. Ich war aber diesmal nicht sauer, denn ich wurde langsam müde, aber das konnte ich ja nicht zu geben. So kam es mir ganz gut zupass, dass der Gottesdienst vorbei war.

Zuhause hab ich dann mein Mittagessen bekommen und war von den Ereignissen des Morgens so aufgedreht, dass ich ca. eine Stunde zum Einschlafen gebraucht habe.

Eure Mia

Schuhe

Heute morgen waren wir bei Oma und Opa O. frühstücken. Danach wollten wir eigentlich nur schnell Lebensmittel einkaufen, aber wir hatten uns darüber unterhalten, dass ich nächsten Monat Schuhe kriegen soll und weil Oma und Opa zuviel Geld haben, sind wir heute schon los gegangen.

Und zwar hab ich meine Schuhe dort gekauft, wo Mama immer ihre Große-Mädchen-Schuhe kauft. Da kam eine Verkäuferin und hat meine Füße ausgemessen. Größe 20 habe ich schon. Wir haben uns dann die Schuhe angeguckt, die es in meiner Größe gab und ganz tolle blaue ausgesucht. Primo heißen die. Das kommt bestimmt von prima und heißt, dass man da gut mit laufen kann.

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Das muss ich allerdings noch ein bißchen üben, im Moment ist das noch sehr ungewohnt für mich, Schuhe an zu haben. Aber bald wird das selbstverständlich sein und ich werde nur so durch die Gegend flitzen, wie der Johannapapa das letztes Jahr im Sommer schon so gerne haben wollte.

Der Grundstein für meinen Schutick ist also gelegt.

Eure Manolo-Blahnik-Mia

PS: Einen tollen Elefanten gab es auch dabei.

Pieks

Ich bin ja nun endlich wieder ganz gesund und habe keine Schnupfnase mehr und auch keinen Husten. Das hat Mama gleich ausgenutzt und einen Termin bei Frau Doktor gemacht, damit ich endlich mal wieder gepiekt werde.

Der Tag gestern fing ja noch ganz normal an und ich ahnte nichts Böses. Ich durfte ausschlafen, wurde angezogen und hab mein Frühstück gekriegt. Dann hat Mama mir meine Jacke usw. angezogen und wir sind durch den strömenden Regen zur Garage gelaufen. Weil Mama den Kinderwagen nicht mitnehmen wollte, damit der nicht nass wird, musste ich über die Fahrerseite in meinen Sitz einsteigen, denn Mama konnte mich ja jetzt nicht draußen stehen lassen, bis sie das Auto rausgefahren hat. Das war vielleicht eine Rödelei, bis ich endlich in meinem Sitz saß, denn ich wusste gar nicht, was los ist und hab mich erstmal auf dem Rücksitz hingelegt, obwohl Mama gesagt hat, ich soll jetzt mal schön sitzen bleiben. Aber schlussendlich war ich angeschnallt und Mama ist losgefahren.

Als wir im Spielzimmer vom Arzt waren, kam noch ein anderes Kind. Da bin ich erst mal hingerannt und hab es umarmt, auch wenn ich das Kind nicht kannte. Das sah so süß aus, das musste ich mal drücken. Das Kind war davon aber nicht begeistert und hat sich hinter seiner Mama versteckt, als ich es losgelassen habe. Ich habe noch ein bißchen gespielt und laufenderweise die Praxis unsicher gemacht und dann waren wir endlich dran.

Frau Doktor hat mich wie immer untersucht. Meine Ohren und mein Hals wurden angeguckt und mein Herz wurde abgehört. Dabei kam raus, dass das Herzgeräusch, das Frau Doktor gehört hat, als ich erkältet war, wieder weg ist. Das hat Mama auch gar nicht anders erwartet, denn mein Herz wurde ja schon ganz oft angeguckt, als ich noch im Bauch war und dann noch zweimal, als ich geboren war und da hat nie einer was gefunden.

Dann hat Frau Doktor kurz telefoniert und Mama hat noch schnell erzählt, was ich alles kann: Laufen, frei stehen, mich hinhocken und Sachen aufheben oder mit Sachen spielen, “Hi” sagen, wenn jemand kommt, ei machen, versuchen “danke” und “bitte” zu sagen, mit wachsender Begeisterung Schubladen und Schränke öffnen und ausräumen. Dass ich mich im Spiegel erkenne, in Büchern auf die Kuh zeige und “Muh” mache und den Pinzettengriff beherrsche, hat sie allerdings vergessen zu sagen, aber Frau Doktor hat auch so gesagt, dass ich für meine Vorraussetzungen und mein Alter motorisch fantastisch entwickelt bin und auch sonst ganz tolle Fortschritte gemacht habe.

Dann wurde die Pieke reingebracht und ich habe mir das ganz skeptisch angeguckt. Da hat Frau Doktor gesagt, ich wisse wohl noch, was gleich kommt und wäre nicht begeistert. Da hatte sie recht. Aber zuerst wurde ich nochmal auf die Waage gesetzt, weil Mama so neugierig war, was ich wiege. 10.100 g waren es, das sind 1,5 kg mehr als im September. Mensch, da war ich wohl ganz schön fressraupig. Aber ich liege gut im Rahmen und bin normalgewichtig.

Und dann kam die Pieke in mein Bein. Das tat soooo gemein weeeh! Ich musste ganz doll weinen und Mama hat mir nicht geholfen! Sie hat nämlich gesagt, das müsse so sein, dass kleine Krankmacher in meinen Körper kommen, damit die großen Krankmacher mir nichts mehr ausmachen, denn die großen Krankmacher wären ganz doll gefährlich.

Aber ich hab mich schnell erholt und wieder vor mich hin erzählt. Mama muss jetzt 10 Tage lang gut auf mich aufpassen, denn so lange kann ich noch Impfmasern, Husten, Schnupfen und Fieber bekommen. Die erste Nacht war gut, ich hatte kein Fieber, wir sind gespannt, wie es weiter geht.

Eure geimpfte Mia

Rodeln

Gestern haben Mama und Papa ein komisches Holzteil von Oma und Opa O. geholt. Das durfte in unserem Auto schlafen. Heute morgen wurde ich ganz dick eingepackt, Mama hat noch eine Extradecke mit genommen und ich wurde ins Auto verfrachtet. Dann sind wir zu Papas neuer Arbeit gedüst und ich wurde, nachdem Mama ungefähr 5 Decken draufgelegt hatte, auf das Holzteil gesetzt, das hinten auf einmal noch so eine Art Korb dran hatte. Ich wurde schön zugedeckt und dann hat Papa die Schnur, die vorne am Holzteil dran war, genommen und mich gezogen.

Das Holzteil heißt Schlitten und ist dafür da, um über Schnee zu fahren. Leider ging das nicht so gut, denn erstens hatte ich Hunger und musste deswegen weinen und zweitens war der Schnee entweder so tief, dass Papa bis über die Knöchel drin eingesunken ist oder unter dem Schnee war so ein Geröll, dass es immer so gehoppelt hat und der Schlitten fast umgekippt ist.

Dann hat die Mama mich noch über die andere Wiese gezogen,die war schon besser und es war ganz spassig, aber ich hatte ja immer noch Hunger.

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Also insgesamt eher keine gute Aktion, ich hatte nur ein wenig Spaß, aber wenn wieder mal Schnee liegt, probieren wir es nochmal.

Eure Schlitten-Mia

Laufvideo

Hier ein Video von meinen Laufversuchen von gestern. Papa sagt, ich laufe heute schon viel besser und viel mehr als gestern.

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Laufen

Papa und Mama sind sehr stolz auf mich,das sehe ich ihnen immer an, wenn ich auf sie zugelaufen komme.

Ich laufe

Papa und Mama sind ganz erstaunt, dass es jetzt doch so schnell ging. Ich laufe seit heute nachmittag immer wieder ein paar  Schritte ohne mich festzuhalten. Und zwar ein paar mehr Schritte als sonst. So zwei oder drei Schrittchen um von A nach B zu kommen, schaffe ich ja schon länger. Heute nachmittag hab ich das dann mal auf vier bis fünf Schritte ausgedehnt und heute Abend dem Ganzen die Krone aufgesetzt, indem ich sogar eine Kurve gelaufen bin und somit ungefähr 10 freihändige Schritte gemacht habe. Das Frei-Stehen und das freie Aufstehen trainiere ich auch fleissig und ich kriege es immer besser hin. Ich sollte mir also langsam aber sicher eine Anmeldung zum Marathon besorgen.

Leider gibt es noch keine Fotos oder Videos von meinen neuesten Erfolgen.

Eure Lauf-Mia

Mein zweites Silvester

Am Mittwoch hat Mama ganz doll gehofft, dass ich einen Mittagsschlaf mache. Das tue ich ja eigentlich jeden Tag, aber wenn ich irgendwie rausgekriegt habe, dass am Nachmittag oder Abend noch was Besonderes los ist, weigere ich mich meistens, weil ich schon so aufgeregt bin. Es hat aber gut geklappt, ich hab nicht gemerkt, dass wir abends weg wollen und hab selig geschlummert.

Papa hat nachmittags Essen vorbereitet, das wir mitnehmen wollten und ein paar Getränke, Chips und Feuerwerk in einen Korb gepackt. Außerdem wude mein Hochstuhl, den wir im Moment aufgrund meiner Klettermaxigkeit nur als Niedrigstuhl verwenden können (ich hab nämlich endtdeckt, wie ich da rausklettern kann), in den Kofferraum geladen.

Um ca. 18.00 Uhr waren wir bei Johanna und ihren Eltern. Da stand auch schon Saras Hochstuhl, denn der Sarapapa war an diesem Tag schon ein paar Mal dort gewesen um Sachen abzuladen. Als Sara dann schließlich mit ihren Eltern kam, sahen die immer noch so aus wie Packesel und die Saramama hat auch gesagt, dass jetzt wohl bald der gesamte Hausstand bei den Rowers ist.

Wir haben erst alle ein bißchen gespielt und dann lecker gegessen, wobei sich herauskristallisiert hat, dass wir in diesem Jahr nicht mehr nach Hause fahren und ich, weil das neue Jahr erst spät in der Nacht beginnt, in Johannas Bettchen schlafen darf. Deshalb ist der Papa nochmal nach Hause gefahren, um meine Schlafsachen zu holen. Da hatten wir dann auf einmal auch ganz viele Sachen dabei, denn der Papa hatte nicht nur an meinen Schlafsack, mein Babyphon und meine Zahnbürste, sondern auch an mein Stillkissen, das immer mit mir in meinem Bett schläft, gedacht.

Nach dem Essen durften wir wieder spielen, bis ich irgendwann so müde war, dass ich ganz aufgedreht und quengelig zugleich war. Papa und Mama haben mich dann bettfertig gemacht und Papa hat mich in Johannas Bett gelegt. Erst musste ich ganz doll weinen, weil das da alles so fremd war und ich Angst hatte, dass der Papa mich allein lässt. Aber irgendwann hatte ich mich ein bißchen eingewöhnt und war auch so müde, dass ich schlafen konnte. Johanna und Sara sind kurz nach mir auch ins Bett gebracht worden.

Die Erwachsenen haben unten weiter leckere Sachen getrunken und geredet. Wir Kinder haben ab und zu mal Aufmerksamkeit gebraucht, waren aber eigentlich friedlich und haben uns auch nicht gegenseitig wach gemacht, wie Mama das insgeheim befürchtet hat.

Dann war es endlich Mitternacht, das neue Jahr begann und unsere Eltern haben sich warm angezogen, mit den Babyphonen, Kameras und Feuerwerk bewaffnet und sind auf die Straße gegangen, wo sie und viele andere Leute auch das Feuerwerk und Knaller angezündet haben. Mensch, war das laut. Mama hat mir später erzählt, dass die Babyphone von den Böllern immer ausgeschlagen haben und sie immer Angst hatte, dass wir weinen oder dass die Babyphone keinen Empfang haben. Denn wir haben alle drei super weitergeschlafen und vom Feuerwerk nichts mitbekommen. Unsere Eltern konnten das gar nicht fassen.

Als sie alle wieder drinnen waren, haben sie noch Blei gegossen (was auch immer das ist) und viel Spaß beim Deuten gehabt. Da war immer von anderen Babies die Rede. Komisch, WIR sind doch ihre Babies bzw. Nunkies. Egal, ich wollte dann irgendwann nach Hause und hab geweint und dann sind wir auch gefahren und ich durfte ganz lange bei Mama und Papa im Bett schlafen. Das war toll, das können wir bald wieder machen!

Wir wünschen euch allen ein frohes, glückliches, erfolgreiches Jahr 2009!

Eure Mia

Nr. 9 und 10

Vor ein paar Tagen schon hat Mama meinen 9. Zahn entdeckt. Das ist der zweite Schneidezahn oben rechts. Mittlerweile guckt er schon ganz schön raus.

Heute abend hat sie nochmal in meinem Mund gefühlt und dabei die Spitze von meinem 4. Backenzahn gefunden. Der ist auch oben rechts.

Mensch, ich war wohl schwer beschäftigt in der letzten Zeit. Unter anderem auch damit, im Alleine-Laufen sicherer zu werden. Heute wollte ich von der Couch zum Esstisch laufen, das waren bestimmt 4 oder 5 Schritte. Drei habe ich geschafft, dann musste ich mich doch hinsetzen. Leider hat nur Papa es gesehen, weil Mama ein Nickerchen gemacht hat. So weiß auch nur er, wie süß ich mit meinen Armen gerudert habe, um das Gleichgewicht zu halten. Mal sehen, vielleicht mach ich es ja bald nochmal und dann kann Mama es auch sehen.

Meine Eltern sind auf jeden Fall mal wieder superstolz auf mich und mussten das gleich der Johannamama erzählen, die wir zusammen mit Johanna im Lidl getroffen haben.

Eure Vielzahn-Mia