Kirche für Kleine

Heute haben wir es endlich mal wieder geschafft, zum Kleinkindergottesdienst zu gehen. Das ist, wie der Titel dieses Beitrags schon sagt, Kirche für kleine Leute. Da sind ganz viele Kinder mit ihren Eltern, es wird gesungen, gebetet und man hört sich eine Geschichte aus der Bibel an. Das Ganze findet unten im Pfarrsaal statt, wo wir nach meiner Badestunde lecker gegessen haben.

Ich durfte meine neuen Schuhe anziehen und bin die ganze Zeit im Saal rumgelaufen. Ich hab Johanna, Sara und ihre Eltern besucht- wobei ich mich mal wieder beim Johannapapa versteckt habe und Mama mich sogar gesucht hat-, wollte den anderen Kindern ihr Spielzeug weg nehmen, bis Papa mir den Nino aus dem Auto geholt hat und bin eifrig auf dem Konzeptpapier von der Johannaoma rumgelaufen. Die leitet den Gottesdienst für Kleine nämlich zusammen mit der Petra. Zu der bin ich sogar auf den Schoß geklettert, obwohl ich die nicht so gut kenne wie die Johannaoma und zu der wollte ich heute am Anfang gar nicht, obwohl die zu mir auch immer so lieb ist.

Irgendwann sind wir dann nach oben in die Kirche, wo der Gottesdienst für Große noch in vollem Gange war. Da sollte ich doch tatsächlich wie Johanna und Sara und alle anderen Kinder artig in der Bank sitzen bleiben und nur gucken. Das war mir aber zu langweilig und ich habe mich lauthals beschwert. Aber ich musste bei Mama und Papa bleiben, denn die Erwachsenen und auch ein paar Kinder sind nun nach vorne zum Altar gegangen und haben Brot bekommen. Ich hab kein Brot gekriegt, der Pastor hat nur ein Kreuz auf meine Stirn gemalt. Dafür hat Mama sogar meine Mütze abgenommen, damit er auch gut trifft, denn die Mütze rutscht mir ja gerne mal in die Augen.

Und danach ging es endlich los. Ich hab wieder Radau gemacht und Mama ist mit mir aus der Bank und hat mich laufen lassen. Ich bin durch die ganze Kirche spaziert, während die Gemeinde gesungen und gebetet hat. Das Singen hat mir schon unten so gut gefallen, dass ich mitgeklatscht habe. Das habe ich dann auch wieder gemacht und Papa fand es zuckersüß. Na also, hab ich ihn mal wieder problemlos um den Finger gewickelt.

Ich wollte auch noch gern zum Pastor hoch, um ihm richtig Hallo zu sagen, immerhin kennen wir uns ja auch schon quasi so lange ich lebe, aber ich hab´s nicht schnell genug die Treppen rauf geschafft. Denn während ich noch überlegte, wie ich das am Besten anstellen soll, hat Mama mich gepackt und mich zum Schlussgebet wieder in die Bank geschlört. Ich war aber diesmal nicht sauer, denn ich wurde langsam müde, aber das konnte ich ja nicht zu geben. So kam es mir ganz gut zupass, dass der Gottesdienst vorbei war.

Zuhause hab ich dann mein Mittagessen bekommen und war von den Ereignissen des Morgens so aufgedreht, dass ich ca. eine Stunde zum Einschlafen gebraucht habe.

Eure Mia

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