Archiv für den Monat: April 2009

Wo ist die Mia?

Mama und ich haben ein neues Spiel:

Mama fragt: Wo ist denn die Mia? Und ich halte mir die Augen zu, nehme die Hände wieder weg und rufe: Daaaa!

Unter Tüchern und Decken verstecke ich mich ja schon länger. Das macht vielleicht Spaß!

Außerdem kann ich jetzt auch wiehern wie ein Pferd. Mama sagt, ich lerne halt erst die ungewöhnlichen Tiere. Sagen, wie der Hund oder die Ente macht, kann ja jeder, ich nehme lieber zuerst Gepard und Pferd.

Jetzt muss ich aber schnell wieder ins Bett, Mama denkt, ich schlafe schon längst!

Eure versteckte Wieher-Mia

Mein Schuhtick geht weiter

Vor einer Woche haben Mama und Papa mir neue Schuhe gekauft, da ja die Alten nicht mehr so gut passten und der Sommer vor der Tür steht und meine Füsse nicht schwitzen sollen. Da Mama und ich ja denselben Schuhtick teilen, mussten es besonders Tolle sein. Und die Mama hat mir ganz tolle Schuhe ausgesucht, ich fand die im Laden schon so toll, dass ich sie sofort anbehalten musste.
Vorher bin ich natürlich im Laden rumgerannt und habe mich sehr für den Putzeimer interessiert, aber ich durfte nicht mit dem Eimer spielen. Das fand ich blöd.

Hier könnt ihr meine tollen neuen Schuhe anschauen: Bilder
Sind die nicht schick?

Freue mich schon auf mein nächstes Paar Schuhe, dann vermutlich in Größe 22, den jetzt habe ich Größe 21 und davor 20, also wachsen meine Füsse immer um eine Größe, was wohl so sein muss.

Eure wachsende Schuhtick Mia

Wir feiern

Am letzten Wochenende haben Mama, Papa und ich ein bißchen gefeiert. Das ging schon am Freitag abend los. Da hat Papa, als wir bei den Saraeltern waren, eine Flasche mit Kribbelwasser aufgemacht. Das hat richtig geknallt und der Verschluss ist durch die Gegend geflogen.

Am Samstag haben wir bei Oma und Opa ganz viel leckeres Mittagessen gegessen. Und gestern sind wir in ein Restaurant gefahren, wo man ganz viele exotische Sachen essen kann. Ich habe Einiges probiert: Spargel, Zebra, Kudu, Känguruh und Strauss. Außerdem habe ich noch leckere Soßen dazu gegessen. Und gaaaaanz viiiiieeeel Reis. Da ist wohl meine Fressraupigkeit von früher nochmal voll durchgekommen. Es war aber auch soooo lecker!

Tja, was haben wir denn nun eigentlich gefeiert? Ganz einfach: Dass ich alles gut überstanden habe und laufen kann. Denn vor einem Jahr um diese Zeit wurde ich ja aufgeschnitten und war mit Mama im Krankenhaus. Und weil das jetzt halt ein Jahr her ist und auch alle Nachuntersuchungen positiv ausgefallen sind, haben Mama und Papa gedacht, dass das ja ein Grund zum Feiern ist und sie wollten allen, die damals so dolle die Daumen gedrückt haben, nochmal danke sagen.

Leider war die Johanna mit ihren Eltern nicht da, weil die Johanna so müde war und schon geschlafen hat. Aber dann haben wir beim nächsten Treffen halt nochmal Grund, ein Kribbelwasser aufzumachen.

Eure Mia

Herz-Untersuchung

Am Dienstag kam Mama schon wieder in mein Zimmer, als ich noch geschlafen habe. Ich bin aber sofort wach geworden und Mama hat mir aus dem Bett geholfen und mich fix und fertig angezogen. Dann sollte ich frühstücken, aber ich wollte nicht so richtig. Sonst frühstückt Mama immer mit mir zusammen und dass sie das nicht gemacht hat, hat mich irritiert. Also wurde ich ohne richtiges Frühstück zum Auto verbracht. D. h. eigentlich hab ich mich selber dahin verbracht, ich laufe ja jetzt immer zur Garage.

Mama hat mich angeschnallt und ist schon wieder mit mir in das große Haus gefahren, wo die Doktors wohnen. Heute wollten wir einen Doktor besuchen, der mein Herz sehen wollte. Unsere Frau Doktor hat da letztens mal wieder so Geräusche gehört, die da nicht sein sollen und deshalb sollten die Doktors in dem großen Haus mal genau gucken, was da so los ist.

Zuerst wurde ich auf die Liege gesetzt und bis auf Pampers und Socken ausgezogen. Dann hat eine Schwester nasse Läppchen und Gummigürtel mit einer Metallplatte dran an meine Arme und Beine geschnallt. Danach hat sie noch so Klebeteile mit Plastiksteckdosen dran auf meine Brust gemacht. Irgendwie kam mir das alles bekannt vor. Ich war da nämlich vor einem Jahr schon mal. Damals brauchte ich 4 Kleber, diesmal waren es schon 6. Anscheinend bin ich gewachsen. In diese Plastiksteckdosen kamen Kabel und dann musste ich mich hinlegen und sollte mich am besten nicht bewegen – schon wieder. Warum muss man beim Untersuchen denn immer ruhig halten, wo ich doch sonst immer gesagt bekomme, es sei so gut, dass ich mich toll bewegen kann? Naja, es dauerte ja nicht lange und ich durfte mich wieder hinsetzen und mir an den Klebern rumfummeln. Ich wurde entkabelt und Mama hat mir die Kleber abgerissen. Dann wurde mein Blutdruck gemessen: 101/38. Das war ok. Gemessen und gewogen wurde ich auch noch: 78 cm und 10,6 kg. War wohl auch gut.

Ich wurde wieder angezogen und wir sind auf den Flur spielen gegangen, weil wir noch etwas auf die nächste Untersuchung warten mussten. Das hat mich etwas verwirrt, Mama hat mir nur was von EINER Untersuchung gesagt und jetzt waren es auf einmal schon zwei! Da hat sie wohl geflunkert, denn sie war gar nicht verwirrt.

Endlich durften wir dann in das andere Zimmer und die Ärztin (häh, da war doch sonst immer ein Arzt in dem Zimmer! Noch mehr Verwirrung, ich krieg die Tür nicht zu) hat sich noch schnell meine Akte angeguckt und Mama erzählen lassen, wieso wir da sind. Als nächstes hat sie gesagt, dass sie jetzt schon sagen kann, dass sie an meinem Herz nichts Schlimmes finden wird. Ich dachte, toll, können wir jetzt wieder spielen gehen? Aber nein, ich wurde erst abgehört und bekam mal wieder ekligen Glibber auf mich drauf geschmiert und so ein Pömpel kam an. Super, schon wieder still halten. Nee, ich hatte keinen Bock mehr. Also hab ich los gelegt mit Zappeln und Schreien. Kein Nucki oder Buch oder Löffel konnte mich ablenken.  So klappte die Untersuchung nicht, denn wenn ich geweint habe, war Luft vor meinem Herzen und die Frau Doktor konnte nichts sehen. Ich durfte mich hinsetzen und endlich hat Mama was aus der Tasche geholt, was mir gut tat: Kekse und Trinken. Ich bekam in jede Hand einen Keks und immer, wenn ich einen aufgegessen hatte, kam sofort der Nächste. So lob ich mir das, fahren wir öfter zu der Untersuchung? Während des Essens durfte ich auch noch fernsehen. Die Sendung hieß “Mias Herz” und war sehr interessant. Mein Herz war abwechselnd blau und rot und da kam auch ein Drache drin vor. Der hat was gefaucht und wenn ich gesungen habe, hat der anders gefaucht. Mama hat gesagt, das war mein Herz, das gefaucht hat, aber ich glaub das nicht, ich hab einen Drachen in der Brust, jawohl!

Auf jeden Fall war das Ergebnis der Untersuchung wie immer: alles in Ordnung. Das Geräusch ist ein sehr leises unauffälliges Geräusch, das manche Kinder halt einfach haben. Wenn jetzt nichts mehr dazwischen kommt, muss ich wegen meinem Herz nicht mehr in das Haus, wo die Doktors wohnen, das find ich toll. Kekse krieg ich ja auch zuhause.

Eure Drachenherz-Mia

MCU

Heute morgen kam Papa in mein Zimmer, hat mich angeguckt und zur Mama, die im Bad stand, gesagt, dass ich ganz süß schlafe. Mama hat sich das auch noch angeguckt und mich dann wach gemacht. Das fand ich komisch, normalerweise ist das immer umgekehrt, ich mache die Mama wach. Und der Papa ist sonst auch nicht so lange da. Ich wurde gewaschen, bekam was zu essen und wurde ins Auto verfrachtet. Der Papa war immer noch da, deshalb hab ich mir gedacht, dass der wohl heute nicht zu seiner Freizeitbeschäftigung muss.

Wir sind mal wieder nach Dortmund in das große Haus gefahren, wo die vielen Doktors wohnen. Wir wollten da auch wieder eine Frau Doktor besuchen. Die wollte meine Blase so gern sehen. Dazu wurde ich ausgezogen und dann kam so ein Pömpel mit so ekligem kalten Glibber dran auf meinen Bauch. Als meine Blase fertig angeguckt war, musste ich mich auf den Bauch legen und meine Nieren wurden auch noch untersucht und ausgemessen. Das fand ich dann schon nicht mehr so lustig und hab etwas geschimpft und gezappelt.

Als das endlich fertig war, durfte ich wieder ein bißchen spielen gehen. Ich hab mit Papa auch etwas gemalt. Dann kam die Frau Doktor und Mama und Papa wurden verkleidet. Die haben sich so blaue Dinger vor den Bauch gebunden. Die sahen total schwer aus. Mama hat mir meinen Nucki gegeben (Ausnahmsweise hat sie gesagt), ich bekam zwei Plastiktiere in die eine Hand und eine Plastikpinzette in die andere Hand, ich musste mich auf der Liege hinlegen und dann hat Mama meine Arme festgehalten.

Dann wurde ein Schlauch in meine Blase eingeführt. Das tat gar nicht weh und ging super schnell. Danach wurden so Sandsäcke auf meine Beine gelegt, das fand ich ja mal ätzend. Ich hab ganz schön gezappelt, da war es gut, dass der Papa da war. Der hat meine Beinchen festgehalten. Der Schlauch wurde an einen Tropf angeschlossen und es kam ganz viel Flüssigkeit in meine Blase. Währenddessen wurden Fotos gemacht. Meine Blase wurde ganz ganz voll. Das fand ich unangenehm. Außerdem lag ich da schon so lange und durfte mich nicht bewegen. Also musste ich wieder etwas weinen und zappeln.

Dann haben alle darauf gewartet, dass ich Pipi mache. Ein bißchen hab ich auch gemacht, aber dann hab ich wieder aufgehört. Es konnten aber ein paar Fotos  von meiner Blase gemacht werden, während ich Pipi gemacht habe. Auch von meinen Nieren wurde noch eins gemacht. Dann durfte ich mich endlich wieder hinsetzen und dann hab ich auch Pipi gemacht.

Für die Fotos war das zu spät, aber die Frau Doktor konnte mit dem Pömpel nochmal meine Blase angucken. Da hat sie festgestellt, dass noch 12 ml Pipi in meiner Blase sind. Sie hat gesagt, 10 ml sind normal, also könnte man auch bei mir von nahezu restharnfreier Entleerung sprechen. Außerdem gäbe es keinen Rückfluß zu den Nieren. Das ist wohl was Gutes, alle haben sich so gefreut.

Die Frau Doktor hat immer gesagt, dass ich toll bin. Ich hätte mich super entwickelt, man würde auf den ersten Blick nicht merken, dass ich mal krank war. Auch meine sprachliche und kognitive Entwicklung wäre toll.

Weil ich so lieb war und gar nicht viel geweint und gezappelt habe, habe ich noch Verstärkung für meinen Nino bekommen. Die Schwester hat mir nämlich einen Plüschhund geschenkt, der ist richtig groß und schön weich.

Am Nachmittag waren wir erst in der Stadt und dann nochmal bei Oma und Opa. Dort durfte ich wieder mit den Hasen und dem Anton spielen.

Das ist auch mein neuestes Wort: Hase. Somit kann ich jetzt 16 Wörter: Mama, Papa, Oma, Anton, hi, ei, heiß, alle, eins, zwei, drei, schön, tschüss, da, das, Hase. Die Bedeutung von Danke und Bitte habe ich auch schon verstanden, aber ich krieg die Wörter noch nicht richtig raus. Wenn man es nicht so streng sieht, kann ich also schon 18 Wörter. Pass auf, Johanna, ich hab die Verfolgung aufgenommen, bald kann ich auch so toll sprechen!

Eure Mia

Mal wieder was berichten

So, jetzt war´s lange genug ruhig hier, jetzt muss ich mal wieder rausposaunen, was in der letzten Zeit alles passiert ist.

Am Mittwoch war ich bei Oma und Opa. Die haben so kleine süße Kuschelwesen, die draußen im Garten einen Stall haben. Und die haben auf dem Rasen auch einen Käfig. Hasen heißen die und einer hat schwarzes und der andere so hellbraunes Fell. Weil so schönes Wetter war, durften die in ihrem Käfig auf dem Rasen rumlaufen. Ich bin auch auf dem Rasen rumgelaufen und weil ich die Hasen so toll fand, durfte ich mit denen im Käfig sitzen. Da hab ich viel gelacht und bin den Hasen immer hinterher gewetzt und hab sie gestreichelt. Dann hab ich noch Steinchen aufgesammelt und war so richtig schön dreckig. Das war toll!

Ich hab auch ein paar neue Wörter gelernt: Schön, Tschüss, Anton und Oma. Außerdem weiß ich jetzt, wie der Gepard macht: Ccchhhhh. Ich finde, die Kuh und das Schaf machen auch so, aber Mama meint, die machen Muh und Mäh. Eigentlich weiß ich ja auch, dass die das machen, aber ich kann doch so schön Ccchhh sagen!

Am Samstag hab ich die Johanna und die Sara mit ihren Eltern und noch ganz viele andere Leute in einer Scheune getroffen. Der Dino hat da mit dem Michael seinen Geburtstag gefeiert. Wir waren zuerst da und als die Johanna kam, hab ich mich schon doll gefreut. Aber das war nichts im Vergleich zu meiner Freude, als die Sara kam. Ich bin aus 20 m Entfernung auf die Sara zu gerannt und hab einen Kussmund dabei gemacht. Als ich bei ihr ankam, hatte ich soviel Schwung, dass die arme Sara fast hingefallen wäre, aber ihre Mama konnte sie noch auffangen. Als wir von dort nach Hause gefahren sind, war ich auch total dreckig.

Am Sonntag waren wir in der Kirche. Die Messe fing aber nicht in der Kirche an, sondern an einem alten Heim. Von da aus sind wir dann in die Kirche gelaufen. Dort fand ich es aber ziemlich langweilig und hab viel und laut geweint. Also ist Mama mit mir rausgegangen und ich durfte auf dem Kirchplatz rumlaufen. Anschließend gab es dann leckeres Kartoffelpuree und nicht ganz so leckeres Sauerkraut. Nachmittags haben wir uns noch mit Johanna, ihrer Mama, Ricarda und dem Nico getroffen. Der Nico ist sowas wie der Anton ist (also ein Hund) und der hat auch das gleiche Wesen wie der Anton. Der musste mich nämlich auch gleich im Gesicht ablecken. Dafür hab ich mich in seinem Fell festgekrallt. So!

Eure Mia