Archiv für den Monat: Juni 2011

Kuller Kuller Kuller – schon wieder so gut wie out

Tja, da kommt man mal ein paar Wochen nicht zum Schreiben und schon überschlagen sich die Ereignisse: Luisa kullert schon länger durch das ganze Zimmer. Ich habe sie sogar mal gesucht, weil sie zwischen Esstisch und Couch gerollt war, womit ich nicht gerechnet hatte.

Diese Art der Fortbewegung wird in den nächsten Tagen wohl Geschichte sein. Seit gestern schafft sie es in den Vierfüßler und wippt vor und zurück. Außerdem schafft sie es schon irgendwie, sich aus dieser Position fortzubewegen. Sie schubbst sich mit dem Fuß ab, durch das Laminat gleitet sie ja schön.

Ein paar Minuten später habe ich sie gewickelt und sie hat es fast geschafft, sich hinzusetzen. Ich fürchte, die Zeiten des Liegendtransports im Kinderwagen sind bald auch vorbei. Die Wanne hatte ich ja schon länger rausgenommen, weil sie mir am geöffneten Verdeck vorbeigeguckt hatte. Das wurde mir dann zu gefährlich, in der Wanne kann ich sie ja nicht anschnallen. Also fährt sie nun im Sportwagen mit der Lehne auf liegend gestellt. Sie schläft auch noch gern im Wagen, von daher hoffe ich, dass sie noch ein bißchen liegen mag.

Das Auf-der-Seite-liegen und Spielen hat sie nun auch für sich entdeckt. Aktuell verhält sie sich wie eine Katze und jagt ihre Schnullerkette.

Geräusche gibt sie auch genug von sich, allerdings fehlt da noch die Zweisilbigkeit. Aber Mia hatte es ja auch nicht so mit dem Sprechen und guckt sie euch jetzt an.

Dann haben wir endlich rausgefunden, wie man Luisa baden kann, ohne dass sie alles zusammenbrüllt: Man muss sie zusammen mit Papa und der großen Schwester in die Wanne setzen. Dann heult sie auch – weil sie wieder rausmuss! Die sitzt da drin wie eine Große und zappelt und spritzt und springt dem Spielzeug hinterher, dass man aufpassen muss, dass sie sich nicht los reißt und untergeht.

Beim Essen machen wir gute Fortschritte. Abends isst sie schon eine richtig große Portion Brei mit Obstmus und mittags schafft sie mindestens ein halbes Glas Gemüse. Das ist allerdings nicht so ihr Fall, ich glaube, sie ist eher für Süßes. Von unseren Sachen isst sie auch schon Einiges mit. Sie bekommt beim Frühstück immer etwas Brot, Toast oder Brötchen und beim Abendessen fallen immer ein paar Nudeln oder ähnliches für sie ab.

Schlafen klappt nachts auch meist gut. Eine Zeitlang schlief sie von 21.00 Uhr bis mindestens 05.00 Uhr, eher länger und nach der Flasche legte sie meist noch ein Nickerchen ein, bis Mia auch wach wurde. Im Moment wird sie manchmal schon um 04.00 Uhr wach, es kann aber auch mal 02.30 Uhr werden. Aber ich will mich nicht beschweren, viele Kinder schlafen wesentlich schlechter, ich kann mit ihren Zeiten gut leben.

Mia macht auch gute Fortschritte in allen Bereichen. Sie haut immer öfter Schoten raus, spricht unheimlich lange, grammatikalisch korrekte Sätze und arbeitet mit ihrer Logopädin daran, die noch fehlenden Buchstaben zu lernen. Das geht zwar nur sehr langsam voran, aber ich dachte mir ja schon, dass das eine ganz langwierige Angelegenheit wird und von daher bin ich stolz und froh, dass Mia das alles so gut mit macht. Gerade jetzt im Sommer kann ich mir echt Schöneres vorstellen, als Buchstaben zu üben…

Dann habe ich heute gesehen, wie toll sie Treppen steigen kann. Wechselseitig und freihändig, ich war echt von den Socken. Außerdem kann sie schon ein bißchen schaukeln und mit dem Laufrad geht sie auch immer besser und sicherer um.

Was die Sauberkeit angeht, sind wir auf einem guten Weg. Im Kindergarten geht noch ab und zu was daneben, aber das ist nicht mehr der Rede wert. Zuhause und unterwegs klappt es gut. Auch das Bett ist nachts noch nie nass geworden, ich bin unheimlich erstaunt und natürlich superstolz.

Das Einzige, was in letzter Zeit ein bißchen nervig war, waren ihre Trotzanfälle. Sie hat ja einen unheimlich starken Willen und eine unheimliche Ausdauer darin, ihren Dickkopf durchzusetzen. Leider hat sie nicht mit meinem Dickkopf gerechnet. Ich sitze das dann meistens aus. Mias Erzieherin hat schon ein paar Mal gesagt, dass sie es erstaunlich findet, wie geduldig ich immer bin. Das war aber auch ein hartes Stück Arbeit bis ich soweit war und immer klappt es auch nicht, gerade, wenn wir doch mal Zeitdruck haben, werde ich doch mal laut. Naja, wir sind alle nur Menschen.

Bis bald

Die Berliner Familie