Urlaub in der großen Stadt

Nun eigentlich dachte ich ja, es geht wieder nach Hause, als wir vom Buck aufgebrochen sind, aber Papa ist einfach in die falsche Richtung gefahren! Ich wollte mich ja eigentlich beschweren, aber ich war schon so müde, dass ich einfach eingeschlafen bin. Als ich wieder aufgewacht bin, so ungefähr eine Mia-Stunde später, waren wir schon fast da. Dort war ein großer, großer Fluss, über den wir gefahren sind und dahinter war direkt ein großes Haus, was Mama und Papa immer Hotel genannt haben. Nachdem Papa alles aus unserem silbernen Wurmwagen ausgepackt hatte, wurde ich in eine Schwimmwindel gesteckt und wir sind in die hoteleigene große Badewanne gegangen und dort haben wir drei dann toll geplantscht, was auch eine gute Abkühlung war, da es so warm war. Danach sind wir was Essen gefahren, da wir von der Fahrt noch ganz hungrig waren. Nachdem wir im Goldenen M ganz viel gegessen hatten, ging es weiter in die Innenstadt von der großen Stadt. Dort haben wir ein tolles Geschenk für die Johanna gekauft, da diese ja steinalt wird diese Woche. Ein Buch über die große Stadt haben wir auch noch gekauft. Dann wollten sich Papa und Mama einen Kaffee trinken gehen und zwar in einer Café-Kette, in der sie auch schon in Berlin waren. Das war aber, bevor ich geschlüpft bin. Nur hat dieses Café schon Feierabend gemacht und das schon um 19.30 Uhr! Wir fühlten uns, als ob wir in einer Kleinstadt gelandet waren-und das in Ham-Fug! Wir haben uns dann noch weitere Sehenswürdigkeiten angeschaut, da ich aber schon müde war, sind wir dann ins Hotel zurück und haben geschlafen. Am nächsten Morgen gab es ganz tolles Frühstück im großen Haus mit 4 Sternen, das war sehr lecker. Danach haben wir ein paar Kleinigkeiten eingekauft und haben uns noch mal die Stadt angeschaut. Nach meinem Mittagsschlaf sind wir dann wieder losgefahren. Dort haben wir den Jochen getroffen (was für ein Zufall) und sind mit ihm Fahrstuhl gefahren. Oben angekommen, waren wir in einem großen Raum mit ganz vielen kleinen Menschen, Gebäuden, Bäumen und Zügen, viel kleiner als ich. Sogar sehr viel kleiner als ich. Miniaturwunderland hieß das Ganze und ich fand es da sehr toll, es gab so viele blinkende Knöpfchen, auf die ich drücken konnte und ich durfte sogar dort drauf drücken so oft ich wollte. Und die ganzen schönen Züge die dort rumfuhren. Der Jochen hat mich auch gut rumgefahren und mir alles gezeigt und erklärt.
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Weil wir dann noch Zeit hatten, sind wir zur Hafencity runtergelaufen und dort spazieren gegangen und haben uns ganz tolle Schiffe mit dem Jochen angeschaut. Danach sind wir dahin gefahren, wo der Jochen wohnt und haben dort sehr leckere Pizza im Restaurant gegessen. Dann war es auch schon sehr sehr spät und wir haben uns verabschiedet und sind zurück zum Hotel. Am nächsten Tag sind meine Eltern dann endlich noch mal in das Café gefahren, in dem sie am ersten Tag keine Kaffee mehr bekommen haben und haben dort scheinbar leckeren Kaffee getrunken. Mir haben sie ja keinen Kaffee abgeben. Dafür habe ich dann der Mama ihren Cookie weggeggessen, ich konnte nicht anders, der war so lecker. Eigentlich wollten wir ja noch an den Elbstrand, aber das Wetter sah nach Regen aus, deshalb sind wir nicht dorthin, aber es hat natürlich nicht geregnet. Dafür haben wir uns noch viele Sehenswürdigkeiten von Ham-Fug angeschaut, das war auch sehr toll. Auch viel Wasser habe ich gesehen und nicht-hörende Vögel habe ich versucht zu streicheln-nur wollten die das nicht. Und neue tolle Buntstifte habe ich auch noch abgestaubt in einem schönen Laden mit ganz vielen Stiften drin. Am Sonntag haben wir noch mal ein tolles Frühstück gegessen und sind dann, nachdem unsere sieben Sachen verstaut waren, wieder zurück nach Hause gefahren. Dabei hat es ganz doll geregnet. Und wir haben über eine Mia-Stunde lang fast nur rumgestanden auf der Straße, weil so viele Leute da lang gefahren sind. Das war vielleicht doof, da musste ich ab und zu schon mal weinen, weil mir so langweilig und warm war und ich Hunger und vor allem Durst hatte. Als wir zu Hause angekommen sind, haben wie noch den Opa besucht, denn der hatte Geburtstag und dann war dieser ereignisreiche Tag auch zu Ende.

Eure Großstadt-Mia

Urlaub beim Buck

Es begann alles am Sonntag. Mama und Papa haben angefangen, Koffer zu packen. Ich dachte schon, der Papa muss wieder nach Dresden.  Nur was soll der Papa mit drei Koffern in Dresden? So viele Koffer haben meine Eltern nämlich gepackt. Seltsam, dachte ich, da fährt der Papa aber lange weg und ich war schon ein wenig traurig. Montag morgens war es dann noch seltsamer, denn als ich aufgestanden bin, war nicht der Papa, sondern die Mama weg. Da musste ich weinen und dachte schon, die Mama muss jetzt nach Dresden für den Papa arbeiten. Papa sagte aber, dass die Mama gleich wieder kommt und wir jetzt erstmal frühstücken und uns dann anziehen.
Eine Mia-Stunde später kam dann auch die Mama wieder nach Hause und Papa hat alle Koffer runter in das Auto gebracht. Auch ein buntes Bett, das wir uns von der Johanna geliehen hatten. Dann wurde ich auch ins Auto verfrachtet und es ging los. Wir sind recht lange gefahren, wie lange weiss ich aber nicht mehr, da ich meinen Mittagsschlaf im Auto gemacht habe. Als ich aufgewacht bin, waren wir auch schon da und zwar bei Papas Patentante Anne, ihrem Mann und ihrem Hund Buck. Dort war ich ja schon im Oktober letztes Jahr und damals durfte ich nicht mit dem Buck spielen, weil ich zu klein war. Nun durfte ich aber und ich hatte richtig Spass mit ihm und habe immer darauf geachtet, dass der Buck auch sein Essen aufisst, damit er groß und stark wird.
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In dem Ort, wo der Buck wohnt, hatten wir drei dann auch ein kleines Häuschen, in dem ich ein eigenes Zimmer hatte. In dem wurde das bunte Bett von der Johanna aufgebaut. Es gibt dort auch einen großen See, der auch einen Strand hat, nur durfte man nicht Baden, da viel zu wenig Wassser in dem See drin war. Finde ich sehr seltsam, da ich ja auch in der Badewanne baden darf wenn die nur halb voll ist. Habe dann aber sehr schön am Strand gespielt, ein wirklich großer Sandkasten.
Wir sind auch oft zu meinem Lieblingsort,  dem Abenteuerspielplatz, gelaufen. Dort gab es zwei tolle Schaukeln und vieles mehr, was ich ausprobieren durfte und wollte.

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Ein paar Spielgeräte durfte ich noch nicht ausprobieren, da ich angeblich zu klein dafür bin, dabei bin ich doch schon so gewachsen. Die probier ich dann einfach nächstes Mal aus. Am Donnerstag war dann der Urlaub schon wieder vorbei, Mama und Papa haben alles wieder eingepackt, haben sich von Anne und Buck verabschiedet und sind los gefahren. Aber die sind doch in die falsche Richtung gefahren. Wie es dann weiter ging, erzähl ich euch morgen ich bin schon ganz müde.

Eure Reise-Mia

Nr. 13

Heute gab es eine große Ausnahme: Papa hat meinen neuen Zahn gefunden! Sonst findet ja immer Mama die Zähne, die ich mir neu wachsen lassen habe. Aber heute hat Papa ganz genau in meinen Mund geguckt und endlich, endlich unten einen neuen Schneidezahn entdeckt.

Mama hat ja schon gedacht, dass ich diese Zähne gar nicht bekomme. Aber als sie in meinem Mund herumgetastet hat, hat sie den neuen Zahn und auch schon die Zahnblase für den letzten Schneidezahn gefunden. Der wird wohl auch bald kommen. An meinen oberen Eckzähnen muss ich noch ein bißchen basteln, die wollen noch nicht so richtig durchbrechen, obwohl man sie schon ein bißchen fühlen kann.

Außerdem haben wir letztens bei Johanna und ihren Eltern festgestellt, dass ich seit April 3 cm gewachsen bin. Ich bin jetzt 81 cm groß.

Und zum guten Schluß hat Mama bemerkt, dass meine Schuhe zu klein werden. Da werden wir demnächst auch wieder neue kaufen müssen. Das wäre dann mein viertes Paar.

Eure Mia

Schon wieder Bakterien-kaputt-mach-Saft

Heute morgen als ich aufgewacht bin, war mir schon ganz warm. Mama fand mich auch sehr warm und meine Bäckchen sahen auch sehr rot aus. Das Fieberthermometer hat 38,4 ° gepiept, da habe ich gleich ein Zäpfchen bekommen und Mama hat bei unserer Frau Doktor angerufen, ob das wohl noch von der Impfe am Dienstag kommen kann. Die meinten dort, das könnte schon sein, aber wir sollten am Nachmittag lieber nochmal vorbeikommen, wenn das Fieber nicht weg geht.

Ich habe dann gegessen und gespielt und vor meinem Mittagsschlaf war mein Fieber nur noch bei 38,0°. Da war Mama nicht wirklich mit zufrieden, aber die Frau Doktor hatte ja auch Mittagspause und ich war so müde, da durfte ich erstmal schlafen.

Nach dem Mittagsschlaf war ich so richtig heiß. Das Fieberthermometer hat 39,6° gesagt, also hab ich wieder ein Zäpfchen bekommen. Ich durfte noch eine Banane essen, Mama hat Kekse und was zu Trinken eingepackt und dann durfte ich im Buggy zur Garage fahren. Das gibt´s sonst nicht, ich muss immer laufen.

Das Ergebnis der Untersuchung war, dass mein Hals rot ist und meine Ohren auch. Die tun auch etwas weh, wenn man da dran rumdrückt. Frau Doktor hat also den Bakterien-kaputt-mach-Saft aufgeschrieben. Mama hat den aus der Apotheke geholt, aber sie war sich nicht sicher, ob ich den wirklich schon brauche. Den darf man auch nicht so oft geben, sonst gehen die Bakterien nicht mehr kaputt. Aber meine Tante Anna, die ja Krankenschwester ist, hat gesagt, wenn ich schon Fieber habe, muss ich den Saft nehmen, das wäre besser.

Wir sind sie dann noch bei Oma und Opa besuchen gefahren, da war ich noch gut drauf und konnte sogar spielen. Aber mit der Zeit ging es mir immer schlechter, ich wurde wieder sehr warm, wollte nur kuscheln und habe auch geweint.

Wir sind dann nach Hause gefahren. Dort hat Mama mir noch ein Früchtegläschen gegeben, das wollte ich schon gar nicht richtig essen. Aber Mama hat gesagt, wegen dem Saft muss ich was essen. Sie hat mir dann den Saft gegeben und noch etwas Früchtebrei hinterher und das war gar nicht gut.

Ich musste nämlich alles wieder ausbrechen und hab so die Mama dazu gebracht, zum zweiten Mal an diesem Tag unser Wohnzimmer zu wischen. Und obwohl die Mama mir geistesgegenwärtig ein Tuch vor den Mund gehalten hat, habe ich noch den Sessel, Mamas Hose, meinen Stuhl und mich selber voll gebrochen. Das war echt total doof.

Das nochmalige Fiebermessen ergab 40,6°. Ich durfte aber noch kein Zäpfchen kriegen und so hat Mama mich, nachdem ich auf dem Wickeltisch schon eingeschlafen war, in mein für weitere Brechfälle präpariertes Bett gelegt. Da schlafe ich jetzt. Mama hat noch zweimal Fieber gemessen, beim ersten Mal war es etwas runtergegangen und ich hatte nur noch 39,7°. Also hat sie mir erstmal noch kein neues Zäpfchen gegeben. Vorhin hatte ich aber wieder 40,5°  und da habe ich dann eins bekommen.

Getrunken habe ich heute auch einigermaßen, das möchte ich ja nicht so gern, wenn ich krank bin. Aber heute ging es. Mam trickst mich ja auch immer aus. Sie kommt öfter in mein Zimmer, klaut mir den Nucki und steckt mir die Flasche in den Mund. Bis ich gemerkt habe, dass das nicht mein Nucki ist, habe ich schon ein paar Schlucke getrunken.

So eine hinterlistige Mama habe ich!

Eure heiße Mia

Nr. 12

Lang hat´s gedauert, nun ist es soweit: Mein Eckzahn unten links ist auch durch. Mama war sich die letzten Tage nicht ganz sicher, ob er schon richtig da ist, aber gerade hat sie nochmal gefühlt und da war es eindeutig.

Jetzt werde ich bald noch viel gefährlicher aussehen, denn die letzten beiden unteren Schneidezähne lassen ja immer noch auf sich warten. Mama hat schon Angst, dass die überhaupt nicht angelegt sind. Nächstes Mal werden wir das beim Zahndoktor mal nachfragen.

Beißen kann ich mit meinen Zähnen übrigens sehr gut, fragt mal die Mama bzw. ihre Finger. Die habe ich in letzter Zeit öfter mal angeknabbert, wenn die in meinem Mund nach neuen Zähnen gesucht haben. Mama schmeckt aber auch zu gut.

Eure Vampir-Mia

Hilfe, Papa, wo bist du bloß?

Es ist ja schon länger so, dass ich meinen Papa nur an zwei Tagen in der Woche sehe. Wochenende heißt das. Sonst ist der Papa immer in Dresden. Da fährt er immer mit dem Zug hin oder fliegt mit dem Flugzeug.

Am Anfang habe ich den Papa ganz doll vermisst. Jeden Morgen, wenn die Mama mich noch ins große Bett geholt hat, habe ich schon “Hi” gesagt, aber da lag keiner mehr. Dann bin ich, wenn wir aufgestanden sind, ganz schnell ins Wohnzimmer geflitzt und habe um Mamas Sofa rumgelinst, ob der Papa in seiner Ecke sitzt. Da saß er aber auch nicht.

Mittlerweile weiß ich, dass der Papa nicht da ist, wenn die Mama mich morgens aus meinem Bett holt und ich suche ihn nur noch manchmal. Ich vermisse ihn aber schon doll und bin traurig, dass wir nicht zusammen spielen und kuscheln können.

Heute morgen hätte ich ihn ganz besonders gebraucht. Ich bin nämlich mit Mama zu Frau Doktor gefahren. Dort haben wir die Janice und die Ruby mit ihrer Mama und nachher auch den Opa getroffen.  Wir waren aber nicht da, weil ich krank bin, sondern weil ich schon wieder eine Pieke bekommen sollte.

Das hat die Frau Doktor auch gemacht, nachdem sie mich abgehört und untersucht hat und diesmal habe ich so doll gezappelt und geweint, dass sogar die Sprechstundenhilfe mich noch mit festhalten musste.

Da hätte ich mir schon gewünscht, dass mein Papa da ist. Vielleicht hätte ich die Pieke dann nicht gekriegt oder es hätte zumindest nicht so weh getan. Aber vielleicht hab ich Glück und er kommt in 4 Wochen mit. Da krieg ich schon wieder ne Pieke!

Ansonsten hat die Frau Doktor gesagt, dass ich ganz tolle Fortschritte mache und dass die Ärzte in dem großen Haus nächste Woche auch ganz zufrieden mit mir sein werden. Da bin ich mal gespannt, Mama hat heute schon auf einen großen Zettel geschrieben, was ich alles schon kann, damit sie auch ja nichts vergisst.

Ich kann nämlich seit heute noch etwas Neues: Krabbeln! Und zwar richtig mit beiden Knien auf dem Boden, sonst hab ich ja immer nur eins auf den Boden gemacht und beim anderen Bein den Fuß aufgestellt. Mama ist gespannt, ob ich das auch weiter so mache oder ob das nur eine Eintagsfliege war.

Dann gab es heute noch eine Premiere: Ich habe meinen Mittagsschlaf ohne Nucki absolviert. Bin einfach ohne eingeschlafen. Das fand Mama ganz toll und wir werden das jetzt immer so machen, hat sie gesagt.

Ich weiß noch nicht, ob ich aber dafür bin, dass das jetzt eine Eintagsfliege war, auch wenn ich nicht weiß, was Insekten damit zu tun haben.

Eure Papa-vermissende-Mia

Astrid muss baden

Mama meint, ich muss hier nicht nur über die Sachen, die ich toll mache, berichten, sondern auch über meine Schandtaten. Ok, los geht´s:

Ich habe ja seit Weihnachten auch ein Baby – die Astrid.  Ich kümmere mich immer sehr gut um meine Astrid, sie kriegt Küßchen, was zu trinken und ich lege mich mit ihr schlafen, wenn sie satt ist.

Jetzt fand ich am Samstag abend, dass die Astrid ganz schön dreckig ist. Mama und Papa waren beide beschäftigt und dachten, ich sei beim jeweils anderen auch beschäftigt. Ich habe mir aber überlegt, wie ich die Astrid wohl sauber kriege. Also bin ich ins Gästebad geschlendert, denn dort wurden mir schon öfter Hände und Gesicht gewaschen. Da musste also irgendwo Wasser sein. Hm, das Waschbecken ist ziemlich hoch, da kam ich alleine nicht dran. Aber da steht ja auch noch die Toilette. Den Deckel kriege ich mittlerweile hoch. Der ist zwar ganz schön schwer, aber mit ein bißchen Anstrengung schaffe ich es. Und was sahen meine kleinen Augen da? In der Toilette ist unten Wasser drin. Was für ein Glück, da konnte ich meinen kleinen Schmutzfink drin waschen. Also hab ich die Astrid an den Beinen gepackt und sie kopfüber in die Toilette gehalten. Ich hab sie ein paarmal wieder rausgeholt, um zu gucken, ob sie schon sauber ist, aber sie war mir noch zu dreckig. Also wieder rein mit ihr.

Irgendwann hat der Papa sich gewundert, was die Mama Tolles mit mir spielt, dass ich so ruhig bin. Er kam am Gästebad vorbei und hat mich natürlich erwischt. Er hat mir die Astrid weggenommen und ganz doll mit mir geschimpft. Das Toilettenwasser ist Bäh, hat er gesagt. Meine Hände wurden ganz doll abgeschrubbt, Mama hat die Astrid ausgezogen und ihren Strampler in die Wäsche geschmissen und mein armes kleines Baby auch nochmal abgewaschen. Dabei hatte ich sie doch so schön sauber gemacht.

Tja, seitdem ist auch die Tür zum Gästebad immer zu. Die Tür zum großen Bad ist schon länger zu, ungefähr seitdem ich alleine auf den Hocker klettern kann, der vor der Badewanne steht. Ich hänge mich nämlich gern kopfüber in die Badewanne und zwar so weit, dass meine Füße vom Hocker abheben und nur noch mein Bauch auf dem Badewannenrand mich hält. Das ist meinen Eltern zu gefährlich, die wollen nicht, dass ich mit dem Kopf voran in die Wanne falle. Dabei hätte ich das schon gern mal ausprobiert.

Eure waschfreudige Mia

Piek!

Heute morgen sind wir wieder zu unserer Frau Doktor gefahren und die war ganz ganz gemein zu mir. Die hat nämlich wieder so eine Spritze in mein Bein gesteckt und die gaaanz lange da drin gelassen und mein Bein ganz fest gehalten. Ich musste so doll weinen. Mama hat mich zwar getröstet, aber das hat gar nichts geholfen. Erst, als ich wieder angezogen war, konnte ich richtig mit Weinen aufhören.

Die Pieke war heute gegen Pocken, die vom Wind kommen. Bin gespannt, ob ich wieder Fieber kriege, bis jetzt hab ich keins.

Dann durfte ich heute nachmittag nach meinem Mittagsschlaf ganz lange in einem Geschäft rumlaufen, wo lauter Wohnzimmer drin sind. Möbelhaus heißt das. Mama und Papa wollten da einen neuen Schrank kaufen, aber sie haben nichts gefunden. Naja, der alte Schrank gefällt mir auch ganz gut.

Eure gequälte Mia

Nr. 11

Endlich ist es soweit! Mama hat meinen ersten Eckzahn entdeckt. Er ist unten rechts durchgekommen, was Mama ja schon lange vermutet hat, weil mein Zahnfleisch dort so dick und rot war und ich nachts auch immer ganz unruhig war und viele Kügelchen brauchte.

Hoffentlich können wir alle jetzt wieder ein bißchen besser schlafen, bis der nächste Zahn kommt.

Eure Mia

Wo ist die Mia?

Mama und ich haben ein neues Spiel:

Mama fragt: Wo ist denn die Mia? Und ich halte mir die Augen zu, nehme die Hände wieder weg und rufe: Daaaa!

Unter Tüchern und Decken verstecke ich mich ja schon länger. Das macht vielleicht Spaß!

Außerdem kann ich jetzt auch wiehern wie ein Pferd. Mama sagt, ich lerne halt erst die ungewöhnlichen Tiere. Sagen, wie der Hund oder die Ente macht, kann ja jeder, ich nehme lieber zuerst Gepard und Pferd.

Jetzt muss ich aber schnell wieder ins Bett, Mama denkt, ich schlafe schon längst!

Eure versteckte Wieher-Mia